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Hüb'

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121

Samstag, 3. Dezember 2016, 19:53

Zitat

Equipment von JVC

Halte ich für unwahrscheinlich, wenn nicht gerade explizit in den Liner Notes so niedergeschrieben.
Jedenfalls höre ich zum ersten Mal von dieser Kooperation.
Viel wahrscheinlicher handelt es sich lediglich um ein Remastering der Original-Melodia-Aufnahme durch JVC.

Viele Grüße
Frank

Portator

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122

Sonntag, 4. Dezember 2016, 10:13

Lieber Hüb´,

auf der CD-Hülle (Rückseite) steht hinter den Aufnahmedaten "using Digital Recording System JVC DAS 90".


Liebe Grüße

Portator

teleton

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123

Sonntag, 4. Dezember 2016, 12:12

RE: Fedossejew

Dank an Portator, der die Abb der JVC-CD gefunden hat, die ich nirgends mehr fand. Auch schön, dass Josef die Aufnahme in einer anderen Kopplung aufgegabelt hat. Es lohnt sich!


Jedenfalls höre ich zum ersten Mal von dieser Kooperation.
Warum nicht, die Aufnahme ist von 1984. Zu dieser Zeit waren die Zeichen der Zeit dort auch schon weltoffener. Es ist eine Gemeinschaftsproduktion von Melodiya mit JVC Japan.


auf der CD-Hülle (Rückseite) steht hinter den Aufnahmedaten "using Digital Recording System JVC DAS 90".
:thumbup:
Von der Interpretation ist das auch die Hammeraufnahme, die ich gleich hinter Swetlanow (Melodiya, 1966) stellen würde --- nur klangtechnisch ist Fedossejew überlegen, sodass es sich hier insgesamt auch um eine der hörenswertesten Aufnahmen von Le Sacre du Printemps handelt. Ich hatte die JVC-CD Mitte der 80er bei Rhein Radio Bonn gekauft.
Leider hat dieses "audiophile Wunderwerk" nur eine Spieldauer von knapp über 30Minuten.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Hüb'

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124

Dienstag, 6. Dezember 2016, 11:38

Zitat

Es ist eine Gemeinschaftsproduktion von Melodiya mit JVC Japan.

Ok und danke für die Hinweise.
Mir war bisher nicht bekannt, dass Melodiya auch mit westlichen Labeln kooperierte.
Entsprechende Zusammenarbeiten waren mir nur hinsichtlich Eterna und Supraphon bekannt.

Man lernt nie aus.

Viele Grüße
Frank

Joseph II.

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125

Dienstag, 6. Dezember 2016, 13:03

Zitat

Es ist eine Gemeinschaftsproduktion von Melodiya mit JVC Japan.

Ok und danke für die Hinweise.
Mir war bisher nicht bekannt, dass Melodiya auch mit westlichen Labeln kooperierte.
Entsprechende Zusammenarbeiten waren mir nur hinsichtlich Eterna und Supraphon bekannt.

Man lernt nie aus.

Viele Grüße
Frank

Die Zusammenarbeit sowjetischer und japanischer Labels in der Schlussphase der UdSSR wundert mich jetzt gar nicht so sonderlich. Es gab spätestens seit den 70er Jahren ausgiebige Tourneen russischer Orchester nach Japan, besonders hervorzuheben sind hier Mrawinsky, Kondraschin und Swetlanow, die auch dort einen Kultstatus besaßen.
Es ist allerdings so, wie oben angemerkt wurde, dass die sowjetische Aufnahmetechnik gar nicht so schlecht war, zumindest nicht in Moskau. Von Swetlanow (Chefdirigent des UdSSR-Staatsorchesters seit 1965) kenne ich eigentlich nur Stereoaufnahmen (sieht man mal von uralten Live-Mitschnitten ab), und auch von seinem Vorgänger Iwanow gibt es eine erstaunlich natürlich und räumlich klingende "Skythische Suite" von Prokofjew mit dem Staatsorchester von 1964 in astreinem Stereo. In Leningrad sah die Sache scheinbar bis in die 70er weniger günstig aus. Von Mrawinsky gibt es vieles bis dahin nur in Mono oder in nicht gar so gutem Stereo. Scheinbar gab es da ein gewisses Gefälle, das die staatlichen Orchester in Moskau (auch das Moskauer RSO) bevorzugte.
"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten." – Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

Schneewittchen

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126

Dienstag, 6. Dezember 2016, 18:07

Mir war bisher nicht bekannt, dass Melodiya auch mit westlichen Labeln kooperierte.

In Deutschland brachte BMG (Bertelsmann) - jetzt einverleibt von Sony - viele Melodya-Aufnahmen auf CDs heraus.
mfG
Michael

Caruso41

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127

Dienstag, 6. Dezember 2016, 18:29

Liebes Schneewittchen!

In den Zeiten der alten Bundesrepublik gab es eine enge Kooperation von Melodia und Eurodisc. Viele der sowjetischen Einspielungen kamen damit auf unseren Markt. Geschätzt waren sie eher nicht. Die Platten lagen wie Blei in den Regalen. Damals haben viele Händler das Klassikrepertoire der Eurodisc gar nicht erst geordert.

Melodia und Eurodisc hatten sogar für die Veröffentlichungen ein Logo, in dem beide Namen auftauchten.
Zum Beispiel:



Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Hüb'

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128

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 08:39

Hallo,

das Melodia-Aufnahmen von BMG bzw. vom BMG-Sublabel Eurodisc in Deutschland vertrieben wurden, war mir bekannt.
Das ist aber IMHO weniger eine Kooperation im obigen Sinne. Jedenfalls nicht mit dem Ziel, der gemeinsamen Produktion von Aufnahmen, wie z. B. in den Fällen Eterna/EMI bzw. Eterna/Denon oder Supraphon/Denon. Letztere haben gemeinschaftlich Einspielungen für die unterschiedlichen Märkte produziert, so wahrscheinlich auch im Falle der obigen Melodia/JVC-Aufnahme, die vermutlich in R. durch Melodia, in J. durch JVC angeboten wurde.

Viele Grüße
Frank

lutgra

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129

Dienstag, 11. April 2017, 14:35

Le Sacre du Printemps - Remake der Originalinszenierung

Da gerade Inszenierung-Remakes (oder das was dafür gehalten wird) in der Diskussion sind, hier das Remake von der Original-inszenierung von Stravinsky's Ballettklassiker zum 100. Geburtstag aus dem Marinskij-Theater.


Alfred_Schmidt

Administrator

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130

Dienstag, 11. April 2017, 22:17

Ich nehme an, es wird ziemliche Verwunderung - vielleicht aber auch Proteste - hervorrufen, wenn ich meine persönliche Meinung zu dieser Ausstattung und Choreographie hier kundtue:
Man kann das mit einem Wort beschreiben: Einfach unzumutbar !!!
Oder man kann das etwas detailerter ausdrücken:

Auf mich wirkt die Gesamtausstattung dilettantisch
Die Kostüme sind schrecklich, die Choreograsphie ist weder ästhetisch ansprechend, noch erotisch, noch brutal, hypnotisierend, archaisch oder sonst etwas, dass die Wirkung dieser Musik wirksam unterstreichen könnte

Die Realisierung durch Maurice Bejart trifft meine Vorstellung von diesem Werk eher, er setzt auf "Brutale Erotik" und das animalische oft fast pornographische dieser Musik. Manchen wird der Tanz zu ääh "direkt" oder "eindeutig" sein - Ich glaube aber, daß Strawinsky begeistert gewesen wäre. Auf jeden Fall ist er nicht lächerlich.



Ich habe mir anlässlich diese Artikels einige Choregraphien und Ausstattungen angeschaut - und bin subjektiv zu dem Schluß gekommen, daß dies für ein Ballett gedachte Musik eigentlich gar nicht besonders geeignet dafür ist, bzw an den Choreographen ziemliche Ansprüche stellt, eine Herausforderung ist.(?)

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

Wo ein Internetforum ist, da ist auch der Teufel nicht weit
(Alfred Schmidt)

Dr. Holger Kaletha

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131

Mittwoch, 12. April 2017, 07:22

Ich nehme an, es wird ziemliche Verwunderung - vielleicht aber auch Proteste - hervorrufen, wenn ich meine persönliche Meinung zu dieser Ausstattung und Choreographie hier kundtue:
Man kann das mit einem Wort beschreiben: Einfach unzumutbar !!!
Oder man kann das etwas detailerter ausdrücken:

Auf mich wirkt die Gesamtausstattung dilettantisch
Die Kostüme sind schrecklich, die Choreograsphie ist weder ästhetisch ansprechend, noch erotisch, noch brutal, hypnotisierend, archaisch oder sonst etwas, dass die Wirkung dieser Musik wirksam unterstreichen könnte
Nein, keine Proteste, lieber Alfred. Volle Zustimmung! Das wirkt heute einfach nur komisch! :D

Schöne Grüße
Holger

Dieter Stockert

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132

Mittwoch, 12. April 2017, 08:17

Wenn man’s nicht besser wüsste, würde man das für eine Parodie halten.
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

lutgra

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133

Mittwoch, 12. April 2017, 09:53

Und es zeigt klar, dass Inszenierungen eben auch immer einem Zeitgeist unterliegen. Wagnerinszenierungen aus dieser Epoche würden vermutlich ebenfalls nur Kopfschütteln und Lächeln hervorrufen.

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134

Mittwoch, 12. April 2017, 12:25

Das glaube ich nicht. Es gab auch früher Unterschiede zwischen gelungenen und danebengegangenen Inszenierungen.

Bertarido

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135

Mittwoch, 12. April 2017, 12:36

Das glaube ich nicht. Es gab auch früher Unterschiede zwischen gelungenen und danebengegangenen Inszenierungen.

Zweifellos. Die Frage ist nur, ob uns selbst die gelungendste Inszenierung einer vergangenen Epoche heute nicht anachronistisch vorkäme. Gerade bei Wagner ist das m.E. sicherlich so (ich rede jetzt nicht von Wieland Wagner, sondern von älteren Produktionen).

lutgra

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136

Mittwoch, 12. April 2017, 12:52

Das glaube ich nicht. Es gab auch früher Unterschiede zwischen gelungenen und danebengegangenen Inszenierungen.

Ich weiss nicht, ob man von der legendären UA des Sacre, die damals nicht nur wg. der Musik ein Jahrhundertskandal war, als von "danebengegangen" reden sollte, nur weil man das Skandalöse heute kaum noch nachvollziehen kann. :S

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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137

Mittwoch, 12. April 2017, 13:59

Natürlich nicht deshalb.

Karl

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138

Mittwoch, 12. April 2017, 14:18

Zitat von Bertarido

Zitat

ob uns selbst die gelungendste Inszenierung einer vergangenen Epoche heute nicht anachronistisch vorkäme..


Die Frage stellt man sich häufig, leider läßt sie sich sicher nicht pauschal beantworten.

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

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139

Mittwoch, 12. April 2017, 14:35

Zitat

ob uns selbst die gelungendste Inszenierung einer vergangenen Epoche heute nicht anachronistisch vorkäme..
Die Frage stellt man sich häufig, leider läßt sie sich sicher nicht pauschal beantworten.
Es ist ja auch anachronistisch, Musik zu spielen, die vor 100 Jahren komponiert wurde. Wie historische Inszenierungen wirken, kann man ja beim Film überprüfen. Ich kenne das aus dem Filmmuseum: Viele Leute kichern bei den unpassendsen Momenten - die finden also irgendwas komisch, was nicht so gedacht war. Andere finden sich zurecht. Insofern gibt es kein einheitliches "uns", dem die Inszenierungen anachronistisch vorkämen. Das Publikum, das zu "rekonstruierenden" Inszenierungen geht, zeigt recht deutlich, dass es das sehr schätzt. Es ist aber ein gebildeteres Publikum als der Schnitt, nehme ich an.

Dr. Holger Kaletha

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140

Mittwoch, 12. April 2017, 15:43

Das glaube ich nicht. Es gab auch früher Unterschiede zwischen gelungenen und danebengegangenen Inszenierungen.

Ich weiss nicht, ob man von der legendären UA des Sacre, die damals nicht nur wg. der Musik ein Jahrhundertskandal war, als von "danebengegangen" reden sollte, nur weil man das Skandalöse heute kaum noch nachvollziehen kann. :S
Der Gerechtigkeit wegen müsste man natürlich anmerken, lieber Lutz, dass Ausdruckstanz auf der klassischen Ballettbühne damals ein absolutes Novum war. Von daher sind gewisse "Geburtsschwierigkeiten" verständlich. Und so erotisch freizügig wie heute durften die Tänzer in dieser Epoche noch nicht auftreten.

Schöne Grüße
Holger

lutgra

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Mittwoch, 12. April 2017, 18:30

Lieber Holger,
nur um die Perspektive klar zu rücken, ich schrieb kürzlich:

Ich habe vor vielen Jahren in New York ein Remake der UA von Stravinsky's Le Sacre gesehen. Das war insofern interessant als ich und vermutlich fast niemand irgendeine Vorstellung davon hatte, wie das damals tänzerisch und bühnentechnisch umgesetzt worden ist. Aber ich hätte mir das nicht ein zweites Mal angeschaut, ganz im Gegensatz zu der Version von John Neumeier, bei der sich eine Beatrice Cordua wie Gott sie schuf zu Tode tanzt. Das - 1972 ebenfalls ein Skandal - hat mich 100mal mehr beeindruckt.


Schön, dass Du wieder dabei bist. :hello:
lutgra

teleton

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142

Mittwoch, 12. April 2017, 20:02

RE: Remake der Originalinszenierung im Mariinski-Theater

Nun, so schlimm finde ich es nicht - man muss es einfach als das sehen, dieses Aufführung sein soll: "Remake der Originalinszenierung" !
Einmal gesehen und abgehakt !

Die moderne Aufführung von Maurice Bejart finde ich nun nicht "brutal erotisch". Die Tänzer sind schliesslich alle mit einem hautengen Dress angezogen, der alleine betrachtet weit langweiliger aussieht, als farbige Kostüme. Ein herausragendes Bühnenbild kann ich auch nicht erkennen.
In den 90ern im Stadttheater Bonn gesehen - da waren wenigstens die Mädels oben ohne - das fand ich dann weit erotischer als die ganze Bejart-Aufführung.

Aber egal, :thumbsup: die herausragende Musik von Strawinsky rückt alles wieder ins recht Licht, sodass mir warscheinlich jede Theater-Aufführung gut gefallen würde !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Dieter Stockert

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143

Mittwoch, 12. April 2017, 20:39

Die moderne Aufführung von Maurice Bejart finde ich nun nicht "brutal erotisch". Die Tänzer sind schliesslich alle mit einem hautengen Dress angezogen, der alleine betrachtet weit langweiliger aussieht, als farbige Kostüme.
Ich hatte mich auch schon über Alfreds Empfindung und Wortwahl gewundert. Vielleicht wollte er nur Interesse wecken und wir sind ihm doch tatsächlich auf den Leim gegangen.
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

Bertarido

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144

Mittwoch, 12. April 2017, 20:47

Die moderne Aufführung von Maurice Bejart finde ich nun nicht "brutal erotisch". Die Tänzer sind schliesslich alle mit einem hautengen Dress angezogen, der alleine betrachtet weit langweiliger aussieht, als farbige Kostüme. Ein herausragendes Bühnenbild kann ich auch nicht erkennen.
In den 90ern im Stadttheater Bonn gesehen - da waren wenigstens die Mädels oben ohne - das fand ich dann weit erotischer als die ganze Bejart-Aufführung.

Ich hatte mich auch schon über Alfreds Empfindung und Wortwahl gewundert. Vielleicht wollte er nur Interesse wecken und wir sind ihm doch tatsächlich auf den Leim gegangen.

Wie erotisch eine Aufführung ist, hängt doch nicht allein davon ab, wieviel nackte Haut zu sehen ist! :hello:

Ich habe an anderer Stelle schon die Choreographie von Sasha Waltz erwähnt, die ich sehr gelungen finde:


Dr. Holger Kaletha

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145

Mittwoch, 12. April 2017, 20:51

Lieber Holger,
nur um die Perspektive klar zu rücken, ich schrieb kürzlich:

Ich habe vor vielen Jahren in New York ein Remake der UA von Stravinsky's Le Sacre gesehen. Das war insofern interessant als ich und vermutlich fast niemand irgendeine Vorstellung davon hatte, wie das damals tänzerisch und bühnentechnisch umgesetzt worden ist. Aber ich hätte mir das nicht ein zweites Mal angeschaut, ganz im Gegensatz zu der Version von John Neumeier, bei der sich eine Beatrice Cordua wie Gott sie schuf zu Tode tanzt. Das - 1972 ebenfalls ein Skandal - hat mich 100mal mehr beeindruckt.


Schön, dass Du wieder dabei bist. :hello:
lutgra
Lieber Lutz,

ich war ja nie weg - habe nur wenig Zeit wegen der Arbeit - daher meine Postings in aller Herrgottsfrühe! :D

Interessant, dass es schon früher so ein Remake gab - und das auch noch in New York. Darüber gibt es wohl nur einhellige Meinungen! :hello:

Schöne Grüße
Holger