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  • »Joachim Schneider« ist männlich

Beiträge: 531

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2013

61

Dienstag, 28. Februar 2017, 10:41

In Oper und Konzert erweist sich rasch, bei welchen Besuchern die kulturelle Tünche nur sehr dünn aufgetragen ist.
Man muß sich als Zeitgenosse, der sich einer gewissen Dezenz befleißigen will, schon vieles ertragen, nicht nur unzeitgemäßes Klatschen!
Ich denke hier an betäubende Parfümierung der Nachbarn/Nachbarinnen in der Stuhlreihe, grölende Bravo-Rufe, sinnloses Gewäsch während der Pausen, Herumgewinke vor Beginn, damit auch jeder, den man irgendwie kennt, merken soll, daß man auch an dem kuturellen Ereignis teilnimmt usw. usw. .
Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, daß sich junge Leute in der Regel besser benehmen als die ältere Generation.

MfG

Joachim
"Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

MSchenk

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  • »MSchenk« ist männlich

Beiträge: 2 358

Registrierungsdatum: 5. März 2011

62

Dienstag, 28. Februar 2017, 10:56

Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, daß sich junge Leute in der Regel besser benehmen als die ältere Generation.

Dito! - Und nicht nur im Saal, sondern auch im Foyer, an der Bar oder an der Gardrobe ... :stumm:
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Dieter Stockert

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  • »Dieter Stockert« wurde gesperrt

Beiträge: 962

Registrierungsdatum: 27. September 2014

63

Dienstag, 28. Februar 2017, 11:29

Herumgewinke vor Beginn, damit auch jeder, den man irgendwie kennt, merken soll, daß man auch an dem kuturellen Ereignis teilnimmt
Das ist nun aber sehr polemisch. Ich mag das ja auch nicht, aber nicht jede, die herumwinkt (nach meinem Eindruck sind es meistens Frauen), tut dies aus dem von Dir genannten Grund, sondern einfach weil es dazugehört, sich zu begrüßen, und weil dieses soziale Element für manche Menschen eben wichtiger ist als für andere.
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

64

Dienstag, 28. Februar 2017, 11:32

Und was soll jetzt an Herumgewinke vor der Veranstaltung störend sein?

Dieter Stockert

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  • »Dieter Stockert« wurde gesperrt

Beiträge: 962

Registrierungsdatum: 27. September 2014

65

Dienstag, 28. Februar 2017, 11:58

Es stört das ernste Sich-Einstimmen auf das Kommende?
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

66

Dienstag, 28. Februar 2017, 12:01

Begräbniskonzert?
:untertauch:

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 607

Registrierungsdatum: 24. April 2014

67

Dienstag, 28. Februar 2017, 12:12

Was mich viel mehr stört als Klatschen an vielleicht unpassenden Stellen ist Flüstern während der Aufführung. Das höre ich in der Oper regelmäßig, und es reißt mich jedes Mal aus der Konzentration. :cursing: Entweder glauben die Übeltäter, das ihr Flüstern kein anderer hört, was natürlich nicht stimmt. Oder es ist ihnen schlichtweg egal.

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

68

Dienstag, 28. Februar 2017, 12:23

Schlimmer als flüstern ist natürlich halblaut reden ... leider in der Oper nicht so selten.

Hüb'

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69

Dienstag, 28. Februar 2017, 13:31

Wobei Frau Kermes nun nicht die repräsentativste Opernsängerin ist...

Naja, sooo schlimm sieht sie nun auch wieder nicht aus... :untertauch: :angel:

  • »Joachim Schneider« ist männlich

Beiträge: 531

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2013

70

Dienstag, 28. Februar 2017, 13:33

Sehr erfreulich sind auch jene Zeitgenossen, die sich -kaum daß der letzte Ton verklungen ist- aus ihren Sitzen erheben und zur Garderobe eilen, somit die Künstler um ihren wohl verdienten Beifall betrügen.
Offenbar glauben diese Leute, daß ihre Garderobe sofort nach dem Konzert vom Roten Kreuz abgeholt und auf Nimmerwiedersehen in die Dritte Welt verfrachtet wird.

Viele Grüße

Joachim
"Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

La Roche

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  • »La Roche« ist männlich

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

71

Dienstag, 28. Februar 2017, 14:22

Man sollte nicht alle verdammen, die sich nach einem Konzert mit 5 Minuten Applaus zufrieden geben und danach das Haus schnell verlassen wollen. Ich selbst habe mich auch schon dabei ertappt, wie ich das Gewandhaus oder die Semperoper nach einem prachtvollen Konzert schnell verlassen habe (das tue ich nicht, wenn ich in der Mitte sitze, sondern nur am Rande), um in das Parkhaus zu gelangen, nur um der langwierigen Warterei von vielleicht 600-700 Autos an den 2 Ausfahrten (im Gewandhaus, in Dresden gar nur eine Ausfahrt) zu entgehen. Im Hinterkopf habe ich dabei durchaus den Gedanken, nachts bei vielleicht schlechten Wetterbedingungen noch 2 Stunden Auto bis zu meinem Wohnort fahren zu müssen, vielleicht erst nach 1.00 Uhr ins Bett zu kommen und am nächsten Morgen wieder zur Arbeit gehen zu müssen. Letzteres hat sich altersmäßig erledigt.

Dieses Verhalten richtet sich nicht gegen die Künstler, es ist rein egoistisch.

Simone Kermes kenne ich nur aus Konzerten vorwiegend zur Berliner Aids-Gala, und nur vom Fernsehen. Natürlich ist ihr Aussehen schrill, aber sie hat es stets verstanden, Farbe ins Programm zu bringen, musikalisch, komödiantisch und auch optisch. Ich gestehe, daß ich mich auf ihre Auftritte gefreut habe.

Wie alle hier bin ich stets sauer, wenn während einer Vorstellung erzählt wird, Bonbons ausgewickelt und Programmhefte durchgeblättert werden usw. Das ist Kunstterror.

Es sollte auch jedem selbst überlassen werden, welches Parfüm er bevorzugt. Man könnte sich sonst auch darüber erregen, welches Kleid oder welche Schuhe der Nachbar trägt (wobei für mich zu jedem Theaterbesuch die passende Kleidung gehört). Gar nicht geht allerdings übler Geruch nach Knoblauch oder Alkohol.

Vor der Vorstellung stört mich nichts. Wer sich durch Begrüßungen gestört fühlt, der ist wohl kontaktarm.

Wohlgemerkt, das ist meine Meinung und soll keinen Streit vom Zaume brechen.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

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72

Dienstag, 28. Februar 2017, 14:53

Schlimmer als flüstern ist natürlich halblaut reden ... leider in der Oper nicht so selten.
Halblaut??? Ich erlebe während Vorstellungen immer öfter volle Pulle!


Zitat

Wobei Frau Kermes nun nicht die repräsentativste Opernsängerin ist...

Naja, sooo schlimm sieht sie nun auch wieder nicht aus... :untertauch: :angel:
Das Aussehen ist nicht das Problem...


Sehr erfreulich sind auch jene Zeitgenossen, die sich -kaum daß der letzte Ton verklungen ist- aus ihren Sitzen erheben und zur Garderobe eilen, somit die Künstler um ihren wohl verdienten Beifall betrügen.
Offenbar glauben diese Leute, daß ihre Garderobe sofort nach dem Konzert vom Roten Kreuz abgeholt und auf Nimmerwiedersehen in die Dritte Welt verfrachtet wird.

Viele Grüße

Joachim
Dafür kann es aber gute Gründe geben, wie zum Beispiel einen letzten Zug zu erreichen.
Rein bühnenrechtlich gehört der Applaus zur Vorstellung dazu, aber man kann natürlich niemanden im Publikum zwingen, diesen auch "mitzunehmen". Natürlich hat jeder Zuschauer das Recht, die Vorstellung auch zu Beginn des Applauses "vorzeitig" zu verlassen. Finde ich weit weniger störend, als wenn er sie noch früher vorzeitig verlässt...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

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73

Dienstag, 28. Februar 2017, 16:09

Genauso schlimm finde ich es, wenn die Musiker den Orchestergraben schon vor dem Schlußapplaus des Dirigenten verlassen. Das ist mir bei den Livestreams aus der Wiener Staatsoper aufgefallen. Desweiteren gilt eine goldene TheaterRegel die in jeder Vorstellung eintrifft, daß die Zuschauer die zu spät oder kurz vor Beginn der Oper kommen, immer in der Mitte sitzen :) .

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

74

Dienstag, 28. Februar 2017, 16:14

Ich mache das so wie die Musiker im Graben unten: Wenn's fertig ist, geh ich.
:P
In Wien werden zu spät kommende nicht reingelassen. Da darf man sich dann den ganzen Akt via Bildschirm ansehen.
:(

hart

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  • »hart« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Dezember 2009

75

Dienstag, 28. Februar 2017, 17:06

Dafür kann es aber gute Gründe geben, wie zum Beispiel einen letzten Zug zu erreichen.

Genau! - Gerade am letzten Samstag hatte ich diese Situation, konnte jedoch die Stätte des Geschehens einigermaßen gesittet verlassen, war aber froh, dass es nur eine Zugabe gab ...
Also sollte sich der Sänger eher freuen, dass ich die sechzig Kilometer zu seinem Konzert angereist bin, und nicht ärgern, weil ich keine weitere Zugabe erklatschte.

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 6 731

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

76

Dienstag, 28. Februar 2017, 18:17

Dafür kann es aber gute Gründe geben, wie zum Beispiel einen letzten Zug zu erreichen.

Genau! - Gerade am letzten Samstag hatte ich diese Situation, konnte jedoch die Stätte des Geschehens einigermaßen gesittet verlassen, war aber froh, dass es nur eine Zugabe gab ...
Also sollte sich der Sänger eher freuen, dass ich die sechzig Kilometer zu seinem Konzert angereist bin, und nicht ärgern, weil ich keine weitere Zugabe erklatschte.
:thumbup:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

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77

Dienstag, 28. Februar 2017, 18:48

Dann müssten ja die Sänger dem Publikum applaudieren. Und das Publikum steht auf und verbeugt sich :)

  • »Joachim Schneider« ist männlich

Beiträge: 531

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2013

78

Dienstag, 28. Februar 2017, 19:26

Lieber La Roche,

ein Parfüm aufzutragen, daß eine besonders starke Geruchsnote ausströmt, ist schlicht und ergreifend unhöflich, wenn man weiß, daß man in unmittelbarer Tuchfühlung zu fremden Zeitgenossen sitzt.

Ich habe eher zu viele als zu wenige Kontkte, und dies ist auch insofern beim Konzert lästig, als man ständig Bekannte trifft, die einen in teilweise recht redundante Gespräche verwickeln---- aber dies muss wiederum aus Höflichkeit ertragen werden.

MfG

Joachim
"Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)

rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

79

Dienstag, 28. Februar 2017, 22:46

Das mit dem Parfüm ist ja noch halbwegs zu ertragen, aber letzten Samstag waren meine Sitznachbarn wohl vorher lecker mit viel Knoblauch essen und haben sich bis zum Beginn der Aufführung noch ausgiebig unterhalten.

WoKa

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  • »WoKa« ist männlich

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Registrierungsdatum: 12. Februar 2015

80

Dienstag, 28. Februar 2017, 23:00

Hallo!

In Wien werden zu spät kommende nicht reingelassen. Da darf man sich dann den ganzen Akt via Bildschirm ansehen.


Die Stuttgarter Liederhalle hat die elegante Lösung, dass zu spät kommende ganz nach oben in den "Fernchor" steigen und die erste Hälfte des Konzertes mit anderen Zu-Spät-Gekommenen von ganz oben erleben darf (ist mir leider auch schon zweimal passiert - Lutz erinnert sich sicherlich).

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo