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hasiewicz

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  • »hasiewicz« ist männlich

Beiträge: 854

Registrierungsdatum: 16. September 2012

31

Mittwoch, 20. Januar 2016, 07:08

Das gute alte Oxford English Dictionary ist hier wesentlich prägnanter:

"art(1)
/ /
▸ noun
1 [mass noun] the expression or application of human creative skill and imagination, typically in a visual form such as painting or sculpture, producing works to be appreciated primarily for their beauty or emotional power"


Klar, darüber, dass Kunst vorwiegend visuell sein soll, kann man streiten, was mir aber gefällt ist das "for their beauty or emotional power". Holger schreibt ja richtig, dass Kunst wahrgenommen werden will. Weiterhin soll sie beim Betrachter auch etwas auslösen - und das ist mit "beauty" und (eventuell alternativ, bei bewusst "nicht-schöner" Kunst) "emotional power" ganz gut getroffen.

JLang

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  • »JLang« ist männlich

Beiträge: 1 926

Registrierungsdatum: 4. August 2013

32

Freitag, 29. Januar 2016, 00:31

Eine wirklich erschöpfende Betrachtung der Thematik würde ich mir nicht zutrauen: eine Definition müsste sowohl anthropologische Konstanten wie auch historische Tiefe und transkulturelle Sichtweisen berücksichtigen. Das scheint mir kaum zu leisten. Mit dem Satz "Kunst liegt im Auge/ Ohr (besser: der Empfindung) des Betrachters ist die Problematik sicher unzureichend umschrieben. Und doch ist daran etwas Raffiniertes: sie setzt Kunst in einen zeitlichen Kontext, den sie dringend benötigt. Dennoch kann eine (kulturelle verankerte) Kunstdefinition nicht Ergebnis vollständiger Beliebigkeit sein, sonst verliert der Begriff an solcher bereits seine Berechtigung. Denn wer benötigt Begriffe, mit denen nichts mehr so umschrieben werden, dass man es versteht.
Ohne in die Tiefen einzusteigen, so lässt sich Kunst und künstlich als Gegensatz von Natur und natürlich verstehen. Dieser Aspekt scheint mir einer der wenigen zeitlosen zu sein. Denn schon beim im thread aufgeführten Nutzen geraten wir in Probleme: griechische Keramik, heute als Kunst bezeichnet ist das Produkt großen handwerklichen Geschicks. Bereits in der Entstehungszeit sehr geschätzt aber nie als Kunst bezeichnet. Objekte können daher in unterschiedlichen Zeiten einen Kunstcharakter erhalten (oder eben nicht). Insofern ist Kunst auch ein Prozess der Zuschreibung.
Mit bestem Gruß
JLang
Gute Opern zu hören, versäume nie
(R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

  • »Classicophil« ist männlich
  • »Classicophil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 112

Registrierungsdatum: 15. November 2015

33

Samstag, 18. Februar 2017, 11:29

Hallo...

Ich denke, im letzten Jahr bin ich etwas weitergekommen mit der Definition von "Kunst".

Kunst ist ein kreatives Schaffen der Menschen, mit dem Zweck, sich gegenseitig emotional zu bewegen, und geistig zu erbauen.

Künstlerische Werke fallen unter die Kunstgattungen:

Musik
Darstellende Kunst
Bildende Kunst
Literatur

Künstlerischen Werken kann man eine Qualität zuordnen.


Das war's, so einfach ist es, denke ich. Damit kann man das Phänomen "Kunst" beschreiben, mehr braucht es nicht.

Was meint ihr dazu? ;)

Viele Grüsse
Chris

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

Beiträge: 4 155

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

34

Samstag, 18. Februar 2017, 21:54

Der Souvereign muss sich nicht an seine eigenen Regeln halten. Er stand immer ÜBER dem Gesetz.


Das hat er zwar nicht gesagt, aber er glaubt es tun zu können, der "Truampel" jenseits des großen Teichs.
:hail: :hahahaha:
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

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Beiträge: 112

Registrierungsdatum: 15. November 2015

35

Sonntag, 19. Februar 2017, 09:42

ich glaube,

kaum zwei Dinge haben so wenig gemeinsam wie Mister Tunichtgut und - Kunst.
:yes: