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claudron

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1

Samstag, 2. Juli 2005, 23:13

Die Klassik bei Charles Bukowski

Hallo Leute,

ich hab mir ein paar Hörspiele von Charles Bukowski besorgt.
Habe B. früher in der Schule immer gelesen, aber nicht weil sie mir gefallen hätten, eher deshalb weil unsere Lehrer es gar nicht gut fanden, den Mix aus üblen Comics und Bukowski.
Oh Graus. :baby: . Es geht bei Bukowski eigentlich immer um Paarung, Saufen und Sterben. Es waren wohl die wesentliche Sachen die ihn beschäftigten. Das haben andere auch aber nicht so banal wie er. Aber immer wenn er einen Geistesblitz hat kommt Klassik ins Spiel.

Ein Beispiel ist als Bukowski bei seinem Freund Harry ist. Sie besaufen sich, bei Harry ist eine Frau. Bukowski stört die Situation und verschwindet und erwähnt er wolle nicht mit Harry tauschen, da der sich jetzt bei Schostakowic`s 5ter Symphonie mit ihren A…… rumplagen müsse.

Ein zweites mal ist Bukowski auf der Pferderennbahn. Er setzt zweimal und gewinnt. Sodann fährt er in seinen Lieblingsbordell zu seiner liebsten Prostituierten. Er wirft alles Geld aufs Bett und genießt die Tricks des leichten Mädchens bei Carmen.


Woher kommen die ständigen klassischen Einspielungen. Kennt Ihr andere. Warum bei Bukowski?

Cosima

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2

Samstag, 2. Juli 2005, 23:26

Ich habe zwar früher alle Bukowski-Bücher gelesen (schließlich ist er quasi Kult), aber an seine Musikalität kann ich mich merkwürdigerweise nicht erinnern – wahrscheinlich standen Alkohol und Frauen als zentrale Themen zu sehr im Vordergrund.

Dieser Artikel erhellt das Ganze vielleicht etwas oder hilft weiter:

Die Musikalität des Charles Bukowski

Gruß, Cosima

ThomasBernhard

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Beiträge: 4 310

Registrierungsdatum: 21. Januar 2005

3

Samstag, 2. Juli 2005, 23:35

Hallo Claudron,

wenn ich dich richtig verstanden habe, waren diese musikbeispiele in Deinem Hörspiel zu hören!?

Man könnte ja meinen, daß sich "so einer" vergewaltigt fühlte, wenn man seine Werke mit klassischer Musik in Zusammenhang bringt.

Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil. In dem hübschen Buch "Das Liebesleben der Hyäne" äussert er sich sehr gründlich über seine Hörgewohnheiten (klassische Musik aus dem Radio - keine Schallplatten!). In diesem Buch erwähnt er schätzungsweise an 10 Stellen oder vielleicht noch viel öfter, was er gerade im Radio hört, während er sich stetig das Licht ausschiesst.

Fruß, Markus
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

claudron

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Registrierungsdatum: 24. März 2005

4

Samstag, 2. Juli 2005, 23:44

Danke Cosima,

der Link bringt Licht ins Dunkel. Hätte nicht gedacht das Bukowski soviel von Musik verstand. Er hat wohl alle Werke unter dem Einfluß der Musik geschrieben. Es ist mir auch nur aufgefallen, weil ich mich öfter hier rumtreibe. Hätte ich aber nicht von Ihm gedacht, weil er ja doch manchmal zu Wiederwärtigem neigt. Aber klassische Musik hat ja den Vorteil, dass sie sich nie schlecht anhört. Das hat Bukowski bestimmt auch gemerkt.

@ThomasBernhard
Nein, die Musik untermalt das Hörspiel nicht, aber Götz George trägt es vor, was ungefähr der gleichen Wirkung nahekommt.

Oliver

Schüler

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Beiträge: 148

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2004

5

Dienstag, 5. Juli 2005, 21:22

Hallo,

Musik ist in Bukowskis Erzählungen ein wichtiges wenn auch nicht zentrales Thema. Das Radio anmachen, Mahler hören, ein paar Sixpacks verdrücken, sich an die Schreibmaschine setzen...Den Mahler nehme ich Bukowski ab, aber nicht das Saufen dabei. Das wirkt auf mich gewollt, aufgesetzt, unehrlich!

Gruß,
Oliver