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Freitag, 17. April 2009, 19:24

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

Modest P. Mussorgsky: Boris Godunow

Mark Reizen Diesen Auftritt als Fürst Gremin im Alter von 90 Jahren kann mann bei youtube bewundern. Natürlich war nur noch eine Reststimme vorhanden, aber die Präsenz dieses kerzengraden riesigen Greises auf der Bühne ist allein schon phänomenal. Gruß Dieter

Freitag, 17. April 2009, 19:21

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

"Der Traurigste bin ich von allen" - Diskographie großer Wotandarsteller

Ferdinand Frantz hatte zweifellos eine eindrucksvolle Stimme, als Interpret blieb er IMO aber och weit hinter Schorr, Hotter, Adam zurück. Die Nagelprobe für den Wotan sind für mich die langen Monologe im 2. Akt Walküre. Frantz bewältigt sie sicher und solide, aber interpretieren taten sie Adam, Schorr und v.a. Hotter. Als Sachs gefällt mir Frantz besser. Karl Kronenberg hatte eine kraftvolle, aber ebenso grobschlächtige Stimme. Das war kin Gott, sondern ein sich zum Wotan aufspielender, stimmli...

Freitag, 17. April 2009, 15:25

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

"Der Traurigste bin ich von allen" - Diskographie großer Wotandarsteller

Schorr sollte man darstellerisch nicht unterschätzen, man muss sich da nur die elektrische Studioaufnahme von Wotans Abschied anhören. Selbst ich als erklärter Hotter-Fan halte sie für die ultimative Aufnahme des Stücks. Adam fand ich schrecklich, bis ich ihn 1987 das erste Mal live auf der Bühne erlebt habe, seitdem nehme ich seine Stimme auch aus der Konserve ganz anders wahr. Sein Wotan ist für mich unter den Nachkriegsinterprete nach Hotter der überwältigenste. Gruß Dieter

Freitag, 17. April 2009, 13:56

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

Modest P. Mussorgsky: Boris Godunow

Lyrica vs Preiser Ich kenne die Lyrica-Version des Golovanov-Boris, der übrigens mit Mark Reizen in der Titelpartie ist, im Gegensatz zu Preiser, wo Pirogov singt. Es handelt sich um ein ähnliches 1 1/2-Verfahren wie London-Petrov 15 Jahre später. Die Lyrica-Version klingt annehmbar, wer Reizen möchte, sollte abeer nach der altren Arlecchino-Version suchen, die diesen IMO größten aller russischen Bässe im Anhang in allen anderen Bass-Szenen der Oper bietet. Ich persönlich bevorzuge Reizen gegenü...

Donnerstag, 2. April 2009, 20:57

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: "Tristan"/Berghaus

Ich war damals im Tristan in Hamburg, allerdings in einer Vorstellung unter Peter Schneider, da ich mir Simone Young auch nur antue, wenn es triftige Gründe gibt, es trotzdem zu tun. Connell war dick und schrill, die Inszenierung schon deutlich angestaubt, die einst überwältigende Personenführung war lediglich noch in Rudimenten zu erkennen (einzig Harald Stamm zählte noch zur ursprünglichen Besetzung). 1988 war ich in der letzten Aufführung der ersten Spielreihe dieser damals heiß umstrittenen ...

Sonntag, 22. März 2009, 13:25

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Der Vampyr - Welche Aufnahme?

Die Münchner Aufnahme ist musikalisch richtig gut, sollte sie in einer klangtechnischen akzeptablen Version vorliegen. Die aufgeführte kenne ich nicht, ich besitze eine von Opera d'Oro, die klingt wie die Kopie einer Kopie einer Kopie eines privaten Radiomitschnitts.

Samstag, 21. März 2009, 15:49

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Gerhard Stolze - ein Unvergessener!

Interessant ist, dass es auch Gerhard Stolze, wie viele Charaktertenöre, zum heldischen Fach zog. Er hat diesen Schritt letztlich nicht gemacht, war aber 1962 als Partner von Anja Silja in Bayreuth als Tristan vorgesehen. Aneblich sei es der Mauerbau gewesen, der ihn aus der Ostberliner Staatsoper in den Westen übersiedeln ließ, was den Fachwechsel verhindert hat. Nun war er als Charaktertenor zweifellos bveeindruckend, dennoch wär's interessant gewesen, wie ein Tristan oder Tannhäuser von ihm g...

Donnerstag, 19. März 2009, 08:17

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Heil, Sachs

Ich denke, dass der Thread sich jetzt wirklich einer Diskussion über ein Phänomen wie Wilelm Rode nähert. Dass er sich in der Zeit des Nationalsozialismus "kulturpolitisch" sehr hervorgetan hat und vor den propgandistischen Karren gespannt hat, ist ja eigentlich hinlänglich bekannt. Es ist verschiedene Male darauf hingewiesen worden, dass die Aufnahmen (so wenige sind's dann doch nicht) die seinerzeit auch musikalisch begründete Berühmtheit dieses Sängers nicht nachvollziehbar machen. Es gibt ei...

Dienstag, 17. März 2009, 16:18

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

Karl Ridderbusch - der Kumpel aus dem Ruhrgebiet

Ich habe Ridderbusch nie live erlebt. Die Stimme hat mich immer fasziniert, damit konnte er puren Wohlklang verströmen. Doch je mehr ich von ihm kennenlernte, umso enttäuschter wurde ich, da seinen Interpretation wirklich einige Dimensionen fehlen. So gefällt mir Ridderbusch heute vor allem in Partien, in denen es auf allzu differenzierten Ausdruck nicht ankommt oder die an sich eher einfältig sind, z.B. König Heinrich, Pogner, auch König Marke (da überwiegt der positive Wohlklang), vielleicht n...

Dienstag, 17. März 2009, 14:08

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Hans Sachs

1. Friedrich Schorr (für mich der perfekte Sachs) 2. Theo Adam (wenn man die Stimme mag) 3. Hans Hotter (für kurze Zeit) Ich habe auf der Bühne Roger Roloff, DonaldMcIntyre, Manfred Volz, Bernd Weikl und Ralf Lukas gesehen. Roloff war stimmlich ziemlich blass, McIntyre höchst eindrucksvoll als Bühnenerscheinung, aber hatte leider nicht (mehr) die Kondition, Volz war ein exellenter Sachs in der Provinz, von Lukas hat man wenig gehört, Weikl war live erstklassig. Ihn würde ich überhauot auf einen ...

Samstag, 14. März 2009, 17:36

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Allzu früh verstorbener lyrischer Bariton: WOLFGANG ANHEISSER

Und nicht zu vergessen sollen einige hervorragende Lied-Platten sein, die leider noch nicht auf CD erschienen sind. Maßstäbe setzte ein Pfitzner-Recital mit Eichendorff-Liedern, daneben eine Loewe-Platte mit eher unbekannten humoristischen Balladen, eine Platte mit Reger-Liedern und eine mit Balladen verschiedener Komponisten. Erschienen sind sie seinerzeit bei EMI und Acanta. Sie sollten unbedingt auf CD wiederveröffentlicht werden.

Dienstag, 3. März 2009, 11:46

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Tristan

Tristan und Parsifal habe ich mir vor einiger Zeit als LP besorgt und jeweils einmal angehört. Auch ich kann mich den Eindrücken von Edwin und Alviano nur anschließen: bleierne Schwere, kein Fluss. Die Besetzung beider Aufnahme fand ich extrem unausgewogen: beim Parsifal gibts eine großartige Kundry, einen grundsoliden Gurnemanz, sonst eher zweitklassiges, der Tristan bietet allenfalls solide Sänger, die Isolde empfand ich als extrem unangenehm, zumal sie sich mit den Zeitlupentempi besonders sc...

Dienstag, 17. Februar 2009, 14:11

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

Die Berliner Philharmoniker und ihre Chefdirigenten

Wieviele neuere CDs habt ihr denn von den großen Labels (also EMI oder DG) und wieviele von kleineren? Naxos etc. produzieren halt nicht mit den Berliner Philharmonikern. Wieviele Aufnahmen von Orchestermusik sind mit den anderen Top-Orchestern der letzten 50 Jahre und wieviele mit einst eher unbekannten Ensembles?

Sonntag, 15. Februar 2009, 19:09

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

"Der Traurigste bin ich von allen" - Diskographie großer Wotandarsteller

Joseg Greindl hat den Wotan auf jeden Fall gesungen, ich kenne allerdings nur eine Aufnahme des Siegfried (Bayreuth 1968 ). Ich kann mich mich allerdings erinnern, vor vielen Jahren im Radio mal eine Aufnahme von Wotans Abschied mit Matti Salminen gehört zu haben, die mich damals sehr überzeugt hat. Gruß Dieter

Freitag, 13. Februar 2009, 11:38

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

Hermann Becht verstorben

Wie ich eben bei Wikipedia gelesen habe, ist der Bassbariton Hermann Becht im Alter von 69 Jahren verstorben. Vielen ist er als Alberich im Chereau-Ring im Gedächtnis. Nach Gustav Neidlinger und Zoltan Kelemen war er in den 80er Jahren einer der führenden Interpreten dieser Rolle. Ich selbst habe ihn als Alberich in Hannover und als Kurwenal in der Ruth-Berghaus Inszenierung des Tristan in Hamburg als einen ausgezeichneten Darsteller mit einer eindrucksvollen Stimme in Erinnerung.

Mittwoch, 21. Januar 2009, 21:16

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Josef Greindl - eine Stimme für Wagner

Lieber Herbert, vielleicht habe ich es nicht deutlich gemacht - Greindl zählt zu meinen Lieblingssängern. Ich kenne zahlreiche Wagneraufnahme mit ihm und in den meisten Partien zählt er zu meinen bevorzugten Interpreten. Nur gerade als Hagen ziehe ich Gottlob Frick vor, dessen spezielles Timbre mir sonst gar nicht so sehr liegt. Gruß Dieter

Mittwoch, 21. Januar 2009, 16:19

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Josef Greindl - eine Stimme für Wagner

Mit Greindl ist wie mit Hotter: man mag die Stimme oder man mag sie nicht. Als Interpret, auch als Musiker, sind beide untadelig. Beiden kann man ein starkes wobble vorhalten, welches einigen Hörern unerträglich erscheinen mag. Betrachtet man Singen als Musizieren mit einem höchst individuellen Instrument, das nicht unbedingt einem Schönheitsideal folgen muss, sondern dem Sänger gehorchen muss und für eine differenzierte Wiedergabe der Musik, d.h. der möglichst genauen Notenwerte, des Textes und...

Montag, 24. November 2008, 19:08

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

RE: Welitsch

Was mir an der insgesamt sehr verdienstvollen Wiederveröffentlichung der HamburgerAufnahme unter Wilhelm Schüchter völlig unverständlich ist, ist der Strich der Ouvertüre. In einer älteren LP-Produktion von Melodram ist sie dabei und es handelt sich um eine der schönsten Aufnahmen des Stücks, die ich kenne (dafür fehlen auf der LP die Dialoge). Eine vollständige Wiederveröffentlichung steht leider noch aus. Gruß Dieter

Montag, 10. November 2008, 19:35

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

One-Hit Wonder? - Die Opern des Pietro Mascagni

Ich sehe zwei Probleme mit der Mascagni-Rezeption: zum einen gilt er allgemein als ein Hauptvertreter des Verismo, hat aber strenggenommen nur ein einziges veristisches Werk komponiert: Cavalleria rusticana, bekanntlich seinen Erstling. Danach hat er sich anderen Sujets zugewandt, ohne dass man einen wirklich klaren Stil heraushören kann (wie etwa bei Puccini). Zum anderen war er - um es vorsichtig zu formulieren - dem fascismo gegenüber nicht gerade ablehnend. Auf ein Werk möchte ich hinweisen:...

Samstag, 11. Oktober 2008, 13:48

Forenbeitrag von: »vitelozzo-tamare«

Kranke in der Oper - schicksalhafte Krankheiten bei Opernfiguren

Sarastro und Königin der Nacht ein und dieselbe Figur? Wäre ein Mensch mit ungewöhnlichem Stimmumfang. Außerdem ist die Diagnose der gespaltenen Persönlichkeit äußerst umstritten, ich persönlich glaube nicht dran.