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Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 25.

Samstag, 6. Januar 2018, 18:11

Forenbeitrag von: »philmus«

Sollen wir uns wirklich auf eine Stufe stellen mit Eduard Hanslick... ?

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Natürlich bestreitet Hanslick nicht, dass Musik jede Menge "Gefühlswirkungen" und Assoziationen hat, nur ist das dann nicht das originär Ästhetische Eine Haltung, die ich erstmal nicht so ganz falsch finde. Entscheidend ist aufm Platz, was erklingt. Ob man deshalb komplett darauf verzichten muss, sich für etwaige Inhalte und Botschaften von Musik zu interessieren, steht auf einem anderen Blatt.

Samstag, 6. Januar 2018, 17:01

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »imhotep« Nun gibt es aber genug Möglichkeiten, die angeblichen klanglichen Mängel dieser Passage –die übrigens, ganz nebenbei sei es bemerkt unmittelbar auf die der Erscheinung des Regenbogens folgt, die die überdeutlich zeigt, wie ungeheuer gut Wagner zu instrumentieren scheint, worauf die Schlusspassage übrigens unmittelbar antwortet, indem das brutale Blechgedonner auf dem gerade in berückender Zartheit vorgestellten Motiv des Regenbogens basiert, der also musikalisch quasi nieder...

Samstag, 6. Januar 2018, 16:53

Forenbeitrag von: »philmus«

Muß man gläubig sein, um geistliche Musik wahrhaft interpretieren zu können?

Zitat von »imhotep« Übrigens ist es keineswegs zwingend, dass der Glaube an »das Gute im Menschen« jeder »menschenfreundlichen Utopie« zugrunde liegen muss. Der Marxismus geht nicht von einem Glauben an »das Gute im Menschen« aus, sondern erklärt (in der überaus wichtigen 6. Feuerbachthese), dass der Mensch »seinem Wesen nach das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse« sei. das sind so Feinheiten... die aber nix daran ändern, daß man schon mal grundsätzlich für möglich halten muss, daß de...

Samstag, 6. Januar 2018, 16:46

Forenbeitrag von: »philmus«

Gitarre - mon amour

Zitat von »Timo« Fernando Sor, h-Moll-Etüde ach ja, die gute alte h-moll-Etüde - weckt Erinnerungen an "Straßenmusik" auf Berliner U-Bahnhöfen, vor tatsächlich bald 30 Jahren...

Samstag, 6. Januar 2018, 08:07

Forenbeitrag von: »philmus«

Gitarre - mon amour

Zitat von »zweiterbass« solche Fingernägel an der rechten Hand "sind Gift" für Lauten- und Theorbenspieler - mit ein Grund für den harten Klang der Gitarre (Vergleich Cembalo, Spinett etc.). Muss aber nicht zwingend sein. Es gab bis Anfang des 20.Jhdts eine Tradition des Kuppenanschlags, die seitdem eine eher untergeordnete Rolle spielt: man wird, habe ich mir sagen lassen, an keiner deutschen Musikhochschule zum Gitarrenstudium zugelassen ohne Nagelanschlag. Ebenso gerüchteweise wird diese Kup...

Freitag, 5. Januar 2018, 23:01

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »Stimmenliebhaber« Zitat von »philmus« ich habe einfach noch nicht die vom Stimmenliebhaber angemahnte "gute" Aufnahme gehört. Ich hätte so etwas angemahnt? Bitte vielmals um Entschuldigung, es war Rheingold1876: Zitat von »Rheingold1876« Wir hören es oft zu dürr und zu klein. In einem Stadtheater mit höchstens sechzig Musikern kann es nicht gelingen.

Freitag, 5. Januar 2018, 21:56

Forenbeitrag von: »philmus«

Dur = fröhlich, Moll = traurig?!

ganz schlimm trauriges Dur: das D-Dur-Thema im Schlußadagio von Tschaikowskys Pathetique. krass fröhliches, zumindest sehr kraftvoll beschwingtes Moll: die Tarantella aus der "Italienischen" von Mendelssohn.

Freitag, 5. Januar 2018, 21:52

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »imhotep« Ich würde vorschlagen, ehe wir aussagen, dass er nicht hat realisieren können, was er realisieren wollte, zunächst einmal starke Belege für diese Aussage zu finden. Woraus ergibt sich denn, dass ihm nicht genau der Klang vorgeschwebt hat, den er erzielt hat? Natürlich, er hätte es ja auch jederzeit ändern können. Dann ist es wohl Geschmackssache. oder ich habe einfach noch nicht die vom Stimmenliebhaber angemahnte "gute" Aufnahme gehört. Ob es allerdings Goethes Ästhetik ent...

Freitag, 5. Januar 2018, 19:01

Forenbeitrag von: »philmus«

Was bedeutet uns Schumann heute?

Zitat von »Joseph II.« Bernstein geht auch auf den (seinerzeit sicher noch viel energischer vorgetragenen) Vorwurf ein, Schumann sei ein schlechter Orchestrierer gewesen. nun gibt es ja zwischen "meisterhaft" und "schlecht" doch ein paar Nuancen, z.B. : nicht ganz so erfahren. (wie z.B. Mendelssohn). Das hat ja nicht nur negative Konsequenzen: man traut sich u.U. mehr. Ich höre jedenfalls eine grundsätzlich symphonische Denkweise und geniale Ideen, und nur in kleinen Details heikle Umsetzungen,...

Freitag, 5. Januar 2018, 18:54

Forenbeitrag von: »philmus«

Was bedeutet uns Schumann heute?

Zitat von »Joseph II.« In Schumanns Zweiter hingegen nähmen die Blechbläser eine ganz andere Rolle ein, klängen ungewohnt lyrisch und zurückhaltend. wie schon im 2.Satz der 4., als unmerkliche hintergründige Verstärkung einer kurzen Stelle. ich würde auch nicht sagen, daß man bei Schumann großartig retuschieren muss - aber es gibt schon Stellen, wo man ein bißchen drauf achten sollte als Dirigent, daß es plastisch bleibt.

Freitag, 5. Januar 2018, 18:48

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »Stimmenliebhaber« Ich meine die aggressiv gesungene Stelle, bevor diese bei der Textwiederhoung "himmlisch verklärt" wiederholt wird (was immer noch schwer genug zu singen ist). das Es-Dur also... okay, von der Wirkung her mit den Posaunen, dem schwach vertretenen B, also eigentlich deutlich vernehmbar nur einer Terz Es-G, ist es ein bißchen grob - da würde ich einer dramaturgisch sinnvollen "Gewolltheit" zustimmen.

Freitag, 5. Januar 2018, 18:45

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »imhotep« sollte man sich fragen, warum er das tut, und nicht einfach davon ausgehen, dass man ihm einen guten Rat hätte geben können. – Das ist natürlich nicht ausgeschlossen, aber man ehe man das als gesichert annimmt... geschenkt. ich gehe nicht von irgendetwas "einfach aus". Aber ich traue mich auch nicht erst, einen Gedanken bzw eine Wahrnehmung zur Diskussion zu stellen, wenn ich etwas als "gesichert" annehme. Den großen Teil der kulturellen Freuden, die wir hier teilen, machen ...

Freitag, 5. Januar 2018, 18:38

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »Stimmenliebhaber« Und das gilt übrigens auch für Beethovens vielgeschmähten Schluss-Satz seiner "Neunten" und besonders schmerzhafte Passage wie "MUSS ein lieber Vater wohnen". da kann ich nur zustimmen. Aber: wieso schmerzhaft? dieses betonte "MUSS", durch die hohe Lage bis in den Bass etwas gewollt klingende Es-Dur, das dann in die fragende Wiederholung auf A7b5 übergeht, ist das schmerzhaft? Ich empfinde es als eher zärtliche Verabschiedung des Bildes vom "göttlichen Vater", der i...

Freitag, 5. Januar 2018, 18:31

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Zitat von »Rheingold1876« Wir hören es oft zu dürr und zu klein. das mag sein. Zitat von »Rheingold1876« Es ist eine Untergangsmusik und muss nur richtig gespielt werden Ehrlich? ich dachte immer, es wäre eine Walhalla-Einzugsmusik. "Untergangsmusik" würde ich den Kommentar der Rheintöchter nennen.

Freitag, 5. Januar 2018, 17:30

Forenbeitrag von: »philmus«

Musik verstehen - von Robert Schumann

Zitat von »Felix Meritis« Außerdem erwartet man von den Komponisten nach Beethoven geradezu Wunderdinge: Durchführungen sind eigentlich "verboten", weil nur schablonenhaft Zitat von »WolfgangZ« Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man bei Beethoven aufgrund der Verklärung seiner Klassikerrolle eher dazu neigt, das vorhandene Triviale aufzuwerten - was auch gar nicht per se unberechtigt sein mag, während ähnlich Floskelhaftes - wenn man es denn so negativ sehen will - bei Schumann dazu benü...

Freitag, 5. Januar 2018, 17:16

Forenbeitrag von: »philmus«

Muß man gläubig sein, um geistliche Musik wahrhaft interpretieren zu können?

Zitat von »imhotep« Er hat erklärt, dass eine marxistische Interpretation mit dem Glauben, dass es »mit dem Menschen gut gemeint« sein könne, kompatibel sei. Und das ist ganz klar nicht der Fall, wie ich gezeigt habe. was Du "gezeigt" hast, ist richtig, wenn man "Glauben" so versteht, wie es die monotheistischen Religionen tun. Nun gibts aber auch Religionen ganz ohne Gott (Buddhismus) oder mit vielen Göttern. (oder goethehaft: ohne Religion - aus Religion) Für den von mir gemeinten Zusammenhan...

Freitag, 5. Januar 2018, 17:10

Forenbeitrag von: »philmus«

Goethe und Beethoven

Ich nehme mir die Freiheit, in diesem Fall davon auszugehen, daß ihm schon ein mächtiger Sound vorgeschwebt hat, und daß ihm z.B. nicht klar war, wie sich die gerade neuentwickelten Wagnertuben im lauten Tutti auswirken, nämlich extrem matschig. warum sollte der Einzug der Götter in ihr sozusagen erschlichenes neues Heim nicht gerade oberflächlich glanzvoll und majestätisch klingen? "Pomp", meintwegen "hohl", mag ja sein. aber Matsch? Zuviel tiefe Mitten sind vielleicht dröge, aber nicht "hohl".

Freitag, 5. Januar 2018, 11:08

Forenbeitrag von: »philmus«

Was bedeutet uns Schumann heute?

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Wer an einer Neubewertung Schumanns interessiert ist, kommt darum nicht herum: Schöne Grüße Holger danke für den Tip.

Freitag, 5. Januar 2018, 11:06

Forenbeitrag von: »philmus«

Was bedeutet uns Schumann heute?

Zitat von »Norbert« Ich erkenne Szells guten Willen an, ich halte ebenfalls viel von seiner Interpretation, aber ich denke, Retuschen sind niemals zum "Vorteil" eines Komponisten. na ja, aber vielleicht manchmal "zum Besten" des Werkes und seines Klanges? Zitat von »C.Huth« Weiss es der Komponist immer am besten? das ist in der Tat die Frage... Zitat von »Caesar73« Ragna Schirmer schreibt: "[...] Robert Schumann, geboren am 8.6. im Sternzeichen Zwilling, verkörpert die Zerrissenheit zwischen de...

Freitag, 5. Januar 2018, 10:12

Forenbeitrag von: »philmus«

Sollen wir uns wirklich auf eine Stufe stellen mit Eduard Hanslick... ?

auch sein Buch "Vom musikalisch Schönen". Hatte ich vor langer Zeit mal am Wickel, als ich noch sehr wagnerkritisch war - also etwas mehr als heute. Besagtes "Von Beethoven bis Mahler" v. Martin Geck hat meine da etwas zurechtgerückt, ich finde das zu dem ganzen Komplex sehr lesenswert.