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Dienstag, 10. Juli 2018, 13:45

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Euere fetzigsten Mannheimer Raketen auf CD

Zitat von »Johannes Roehl« Wikipedia gibt als Beispiele die Hauptthemen von Beethovens erster Klaviersonate, Kopfsatz, und Mozart großer g-moll-Sinfonie, Finale. Solch ein aufsteigendes Arpeggio ist für mich aber ein bißchen zu allgemein, zumal das Tempo zwar zügig ist, es aber keine ganz schnellen Noten. Das Fils-Beispiel ist dem Beethovenschen sehr ähnlich, denn nach dem aufsteigenden Dreiklang kommt ein längerer Ton und dann eine rasche kreisende Figur.

Dienstag, 10. Juli 2018, 13:43

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Euere fetzigsten Mannheimer Raketen auf CD

Lt. MGG Fils: Sinfonie A-Dur (Sinfonie périodique No. 2), letzter Satz, die letzte auf der cpo-CD: "fanfarenartige, aufwärtsgeführte Dreiklangsbewegungen" (auch bei youtube zu finden, bei jpc ist die Hörprobe am falschen Ort.)

Dienstag, 10. Juli 2018, 13:36

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Ein großer Sänger spricht Klartext

Die Märtyrerdramen von Gryphius sind auch nicht besonders dezent. Allerdings war das "immer" ja unter Anführungszeichen.

Donnerstag, 28. Juni 2018, 13:20

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

Zitat von »Alfred_Schmidt« Zitat von »kurzstueckmeister« Auch die von Alfred so geschätzten holländischen Genrebilder sind großteils stereotyp pädagogisch. Das ist zumindest umstritten: Ich nehme hier als Beispiel Jan Steen, [...] Also "großteils" ist nicht durch "zum Beispiel" zu widerlegen ... jedenfalls hast Du Dir Deinen Liebling schon zu Deinen Bedürfnissen passend gewählt. Steen ist natürlich nicht stereotyp pädagogisch, das hätte ich nie behaupten wollen. Bei anderen Stars ist die jeweil...

Donnerstag, 28. Juni 2018, 09:33

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

Zitat von »La Roche« Zitat von »kurzstueckmeister« Das sind Märchen. Rembrandt war ein Star, ein Fürst der Szene sozusagen, mit massenhaft Schülern und Nachahmern. Lieber kurzstückmeister, mir ging es nicht darum, wer ein Star war oder ein Spatz. Ich hatte bemerkt, daß Rembrandt (wie auch Schubert, auch Mozart?) ein schlechter Rechner war und seine Kunst nicht genutzt hat, seine Altersvorsorge (die Schubert und Mozart aus den bekannten Gründen ja nie hätte nutzen können) zu treffen. Rembrandts ...

Donnerstag, 28. Juni 2018, 09:31

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

Zitat von »Alfred_Schmidt« Ich glaube auch nicht, daß es die Aufgabe der Kunst - welcher auch immer - sein kann, den Menschen zu "belehre" oder zu "verbessern" Die Auftraggeber der Vergangenheit. Grafen, Fürsten, Prinzen, Könige, Kaiser, Erzbischöfe, Kardinäle und Päpste hätten sich das nicht gefallen lassen. Dass Du das gerade auch für die geistlichen Auftraggeber schreibst, ist schon witzig. Schließlich haben die vor allem religiöse Themen malen lassen. Und wenn Holger die moralische Besserun...

Mittwoch, 27. Juni 2018, 14:07

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

Zitat von »Amfortas08« Gibt es überhaupt sowas wie offizielle Sichtweise von Kunst Vielleicht besser "etabliert" als "offiziell"? Das, was die erfolgreichen Künstler/Kritiker/Theoretiker meinen. Lachenmann versteht seine Musik ja auch als Kritik, passt also in das "den Menschen bessern" wunderbar rein - denn wozu dient Kritik?

Mittwoch, 27. Juni 2018, 14:00

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

Zitat von »La Roche« Viele Maler können ein Lied davon singen, van Gogh, Rembrandt uva. konnten nicht oder nur schlecht von ihrer Kunst leben (weil sie zwar gute Künstler aber schlechte Rechner waren?). Das sind Märchen. Rembrandt war ein Star, ein Fürst der Szene sozusagen, mit massenhaft Schülern und Nachahmern. Van Gogh hat wirklich ziemlich schlecht begonnen und erst knapp vor seinem Tod seinen Stil gefunden. Hätte er noch zehn Jahre gelebt, wäre er auch ein Star geworden.

Mittwoch, 27. Juni 2018, 10:15

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

Während die Aufgabe der Kunst früher in erster Linie das Lob Gottes war, zwischenzeitlich das des Auftraggebers, dann der Nation, ist es heute in unserer westlichen Kultur eine (gesellschafts-)kritische. Das ist natürlich sehr grob, aber die Tendenz wird man unschwer finden können. Man sehe sich z.B. die heute ausgezeichneten Filme an und vergleiche mit den vom Nationalsozialismus als besonders wertvoll etikettierten. Was letztlich gleich bleibt, ist die Idee, dass Kunst den Menschen bessern sol...

Donnerstag, 21. Juni 2018, 14:13

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Gerhard Wischniewski« Zitat Zitat von Kurzstückmeister: Dabei wären sie ganz leicht zu lösen. Jede Oper, die aufs Programm kommt, wird in zwei Inszenierungen parallel angeboten, 1x klassisch, 1x Regietheater. Lieber Kurzstückmeister, hier bin ich voll und ganz deiner Meinung, vorausgesetzt, die beiden Aufführungen werden für jeden einwandfrei erkennbar und unterscheidbar und in musikalisch gleicher Qualität. Hier könnte man dann klar erkennen, wohin sich die Tendenz des Publikums nei...

Donnerstag, 21. Juni 2018, 13:21

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Ich glaube er meint mit der Abstimmung mit den Füßen das Hin- und nicht-Hingehen der Opernbesucher, keine Volksbefragung. Was bei Umfragen rauskommen würde, die fragen, wieviel Geld für welche Universitätsinstitute/Kultureinrichtungen vom Staat/Land gezahlt werden soll, würde uns wohl auch nicht freuen.

Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:53

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »La Roche« Einmal kostet es Geld und zum zweiten würden wohl die Verantwortlichen Angst haben, mit ihren Gedanken durchzufallen. Diesem Wettbewerb würde sich niemand stellen wollen, von keiner Seite. Das klingt einleuchtend.

Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:26

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Zitat von »Alfred_Schmidt« Es soll nicht argumentiert werden ob das RT ein Verbrechen gegen die Kultur ist oder nicht, ach nicht warum konventionelle Insenierungen angeblich heute niemand mehr sehen will, sondern warum dieses Thema immer wieder die Gemüter erhitzt und warum es nie zu einem Ende kommen wird. Die Antwort auf Deine Frage ist doch im Grunde einfach - und eine Lösung des Problems nicht in Sicht. Dabei wären sie ganz leicht zu lösen. Jede Oper, die aufs...

Donnerstag, 21. Juni 2018, 09:51

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Amfortas08« Lachenmanns Mucke bewegt sich seit den letzten 10 Jahren auf recht guten Kurs z.B. beim D.S.O. Berlin, WDR-S.O, SWR-S.O; Ensemble Recherche, HR-So. Die Berliner unter Rattle würde ich nicht dazurechnen Genau, die Rundfunksinfonieorchester, unter denen ja das SWR-Orchester für Neue Musik den mit Abstand besten Ruf hatte vor der Fusion. Seine aktuellen Abos irritieren mich etwas. Aber da müsste man freilich etwas Archiv-Arbeit betreiben zum Vergleich. Na, vielleicht ändert ...

Donnerstag, 21. Juni 2018, 09:40

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« der geht eben woanders hin. Genau. Wenn man so komponieren will: https://www.youtube.com/watch?v=Xtmdvw2rYGI dann muss man außerhalb von D/Ö studieren und Karriere machen. Zitat Der angehende Komponist mit Ambition wählt sich Professoren aus, die selber ambitionierte Komponisten sind und entsprechend anders als "normale" Dozenten eine sehr bestimmte Meinung haben, was sie für zeitgemäß und richtig halten. Das kommt nicht ganz hin ... gerade die Studenten des "groß...

Mittwoch, 20. Juni 2018, 16:58

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Melomane« Zitat von »kurzstueckmeister« Hör Dir mal die Pulitzer-Preisträger an. Jennifer Higdon würde in Wien in die Filmmusik-Klasse gehen. Dass in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Kompositionsstile an den Hochschulen gelehrt werden, ist nicht unbedingt eine große Novität. Neu ist aber, dass sich Musik in Zeiten von Spotify und noch schneller verbreitet als das früher der Fall war. Du kannst also davon ausgehen, dass - sollte sie einen absoluten Welterfolg schreiben - der...

Mittwoch, 20. Juni 2018, 16:48

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Schön, dann siehst Du es positiver als ich. Das breite Angebot ist jedoch begrenzt. Und wo die Grenzen laufen, das ist hier die interessante Sache. Also vor allem, was es nicht gibt. Wenn einem nichts abgeht, heißt das ja nicht, dass alles möglich ist. Solange man im Studium mit dem Mainstream mitschwimmt, merkt man ja nichts von den Einwänden, die kommen, wenn man z.B. "zu altmodisch" ist - sowohl künstlerisch als auch geisteswissenschaftlich.

Mittwoch, 20. Juni 2018, 16:37

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Melomane« Zitat von »kurzstueckmeister« Natürlich ist das eine Elite. Da haben wir die Ministerien, die Professoren und Intendanten einsetzen. Wir haben die Professoren, die den Nachwuchs für die künstlerische Arbeit selbst und für die Kritik so formen und selektieren, dass die Richtung stimmt. Die Intendanten wählen dann aus dem von den Professoren bereitgestellten Pool.. Sorry, aber von dieser Art von Verschwörungstheorien halte ich nicht sehr viel. Wir haben hier zuletzt über Insz...

Mittwoch, 20. Juni 2018, 16:21

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Das war jetzt einigermaßen negativ gefärbt in der Darstellung, aber eigentlich muss es in gewisser Weise so sein - es muss jemand entscheiden, was an großen Häusern gemacht wird, es braucht eine Elite, per Volksabstimmung wird kein Opernbetrieb machbar sein. Die Frage wäre nur, wie man möglichst viel Vielfalt bekommt, und wie man verhindert, dass der Mainstream zu stark wird. Oder man findet den Mainstream gut und ist zufrieden.

Mittwoch, 20. Juni 2018, 16:09

Forenbeitrag von: »kurzstueckmeister«

Regietheaterkrieg - Warum er so erbittert geführt wird

Zitat von »Melomane« Zitat von »kurzstueckmeister« Es ist eine Elite, die bestimmt, was im Opernhaus gezeigt wird, wie es gezeigt wird, und wie es beurteilt wird. Falsch. Die Intendanzposten werden von den gewählten Vertretern des Volkes auf kommunaler oder Landesebene (je nach Trägerschaft des Theaters, bei den Bundestheatern in Österreich auch auf Bundesebene) vergeben. Sehr häufig stellen die entsprechenden Kandidaten auch ihre ästhetische Konzeption im Rahmen dieser Entscheidungsprozesse vo...