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Gestern, 19:33

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Interessante Rundfunksendungen zum Nachhören

Zit. lutgra: "über diese interessante Sendungen wird sogar mein Interesse für die Liedkunst geweckt. " Man macht sich so seine Gedanken über das eigene Tun und Treiben hier im Tamino-Forum, wenn man auf eine solche Äußerung wie diese hier von lutgra stößt. Aber sei´s drum! Muss ich kritisch mit mir selbst ausmachen! Ich möchte mich ihm und Rheingold im Dank an WoKa anschließen dafür, dass er auf dieses verdienstvolle Unterfangen von Thomas Hampson aufmerksam gemacht hat. Diese Sendungen in SWR2 ...

Freitag, 22. Juni 2018, 11:30

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Die feindlichen Brüder“, op.49, Nr.2

Oben auf des Berges Spitze Liegt das Schloß in Nacht gehüllt; Doch im Tale leuchten Blitze, Helle Schwerter klirren wild. Das sind Brüder, die dort fechten Grimmen Zweikampf, wutentbrannt. Sprich, warum die Brüder rechten Mit dem Schwerte in der Hand? Gräfin Lauras Augenfunken Zündeten den Brüderstreit. Beide glühen liebestrunken Für die adlig holde Maid. Welchem aber von den beiden Wendet sich ihr Herze zu? Kein Ergrübeln kann's entscheiden - Schwert heraus, entscheide du! Und sie fechten kühn ...

Montag, 18. Juni 2018, 11:26

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Die beiden Grenadiere“, op.49, Nr.1

Nach Frankreich zogen zwei Grenadier', Die waren in Rußland gefangen. Und als sie kamen ins deutsche Quartier, Sie ließen die Köpfe hangen. Da hörten sie beide die traurige Mär: Daß Frankreich verloren gegangen, Besiegt und geschlagen das tapfere Heer Und der Kaiser, der Kaiser gefangen. Da weinten zusammen die Grenadier´ Wohl ob der kläglichen Kunde. Der eine sprach: »Wie weh wird mir, Wie brennt meine alte Wunde!« Der andre sprach: »Das Lied ist aus, Auch ich möcht mit dir sterben, Doch hab´ i...

Donnerstag, 14. Juni 2018, 11:33

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Die alten, bösen Lieder“, op.48, Nr.16

Die alten, bösen Lieder, Die Träume bös´ (Heine:schlimm) und arg, Die laßt uns jetzt begraben, Holt einen großen Sarg. Hinein leg' ich gar manches, Doch sag' ich noch nicht was; Der Sarg muß sein noch größer, Wie's Heidelberger Faß. Und holt eine Totenbahre, Und Bretter (Heine: Von Brettern) fest und dick; Auch muß sie sein noch länger, Als wie zu Mainz die Brück'. Und holt mir auch zwölf Riesen, Die müssen noch stärker sein Als wie der starke (Heine: heil'ge) Christoph Im Dom zu Köln am Rhein. ...

Mittwoch, 13. Juni 2018, 11:40

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Mario Lanza - Verkanntes Genie?

Zit."...und war völlig begeistert." Hätte ich mich zu Mario Lanza geäußert - und ich hatte es erwogen, nahm aber aus einer gewissen Verschämtheit Abstand davon - es wäre genau das herausgekommen, was Du hier schreibst, lieber La Roche. Ich lernte ihn ihm Kino kennen,und war von der Art und Weise, wie er mit viel Pathos und einem geradezu strahlenden Tenor populäre italienische Arien sang, derart hingerissen, dass ich - bitte nicht lachen- selber anfing, diese Musik zu schmettern, - im Wald aller...

Sonntag, 10. Juni 2018, 11:32

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Aus alten Märchen winkt es“, op.48, Nr.15

Aus alten Märchen winkt es Hervor mit weißer Hand, Da singt es und da klingt es Von einem Zauberland; Wo bunte Blumen blühen Im gold'nen Abendlicht, Und lieblich duftend glühen, Mit bräutlichem Gesicht; Und grüne Bäume singen Uralte Melodei'n, Die Lüfte heimlich klingen, Und Vögel schmettern drein; Und Nebelbilder steigen Wohl aus der Erd' hervor, Und tanzen luft'gen Reigen Im wunderlichen Chor; Und blaue Funken brennen An jedem Blatt und Reis, Und rote Lichter rennen Im irren, wirren Kreis; Und...

Mittwoch, 6. Juni 2018, 11:36

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Allnächtlich im Traume“, op.48, Nr.14

Allnächtlich im Traume seh' ich dich Und sehe dich freundlich grüßen, Und laut aufweinend stürz' ich mich Zu deinen süßen Füßen. Du siehest (Heine: siehst) mich an wehmütiglich Und schüttelst das blonde Köpfchen; Aus deinen Augen schleichen sich Die Perlentränentröpfchen. Du sagst mir heimlich ein leises Wort Und gibst mir den Strauß von Zypressen. Ich wache auf, und der Strauß ist fort, Und´s (Heine: Und das) Wort hab' ich vergessen. Das Thema Begegnung der Geliebten im Traum und Erwachen danac...

Montag, 4. Juni 2018, 17:13

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Sommerthema: Ohrwürmer in der Popmusik

Ich fang mal an, - und zwar mit diesem Song: „Me and Bobby McGee“. Es handelt sich um einen Country-Song, der 1969 von Fred Foster und Kris Kristofferson komponiert wurde und in der Interpretation durch Janis Joplin zu einem Hit wurde. Der Song reflektiert das Lebensgefühl der Jugend dieser Zeit, - die Gefühle und Empfindungen, die sich bei einem Paar einstellen, das als Anhalter durch das Land zieht und mit Mundharmonika-Begleitung Blues vor sich hin singt. Ich erinnere mich noch ganz genau an ...

Sonntag, 3. Juni 2018, 11:30

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Ich hab' im Traum geweinet“, op.48, Nr.13

Ich hab' im Traum geweinet, Mir träumte, du lägest im Grab. Ich wachte auf, und die Träne Floß noch von der Wange herab. Ich hab' im Traum geweinet, Mir träumt', du verließest mich. Ich wachte auf, und ich weinte Noch lange bitterlich. Ich hab' im Traum geweinet, Mir träumte, du wär'st mir noch gut. (Heine: bliebest mir gut) Ich wachte auf, und noch immer Strömt meine Tränenflut. Ein in seiner Anlage, seiner lyrischen Sprache und seinen Bildern auf hochgradige Expressivität angelegter lyrischer ...

Samstag, 2. Juni 2018, 12:00

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Schön, lieber hart, dass Du dieses Nachspiel auch so hörst! Es ist ja oft bei Schumann die – manchmal regelrecht spannende – Frage, was er mit seinen so bedeutsamen Nachspielen sagen will. Eigentlich, so dachte schon manchmal, ist der Begriff „Nachspiel“ bei ihm unangebracht, ja irreführend. Es wird ja dem Melodieteil des Liedes nichts im Sinne von Nachtrag und Ausklang beigegeben, vielmehr ist das, was das Klavier hier in die Liedmusik einbringt, substantiell relevanter Bestandteil derselben, w...

Dienstag, 29. Mai 2018, 11:32

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Am leuchtenden Sommermorgen“, op.48, Nr.12

Am leuchtenden Sommermorgen Geh' ich im Garten herum. Es flüstern und sprechen die Blumen, Ich aber wandle stumm. (Heine: Ich aber, ich wandle stumm.) Es flüstern und sprechen die Blumen, Und schaun mitleidig mich an: Sei unsrer (Heine: unserer) Schwester nicht böse, Du trauriger, blasser Mann. In überaus schönen und zarten, die florale Natur als beseelt erfahrenen Bildern artikuliert sich hier das lyrische Ich. Es fühlt sich angesprochen von Blumen, und das flüsternd und an einem „leuchtenden S...

Sonntag, 27. Mai 2018, 19:33

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Was mich an Klaviermusik faszinert

Zit. Alfred Schmidt: "Mir sind sie auf diese Weise wesentlich näher gekommen...." Das ist eine interessante Beobachtung. Und sie gibt, indirekt, wohl auch eine Antwort auf die Leitfrage dieses Threads. Mich fragte einmal ein lieber, leider inzwischen verstorbener Kollege, der leidenschaftlicher Liebhaber der Geige war, mit ehrlichem und völliges Unverständnis ausdrückendem Erstaunen, was ich denn an der Klaviermusik so faszinierend fände. Im Gegensatz zu dem warmen Klang der Geige sei der Klavie...

Samstag, 26. Mai 2018, 11:35

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Ein Jüngling liebt ein Mädchen“, op.48, Nr.11

Ein Jüngling liebt ein Mädchen, Die hat einen andern erwählt; Der andre liebt eine andre, Und hat sich mit dieser vermählt. Das Mädchen nimmt (Heine: heiratet) aus Ärger Den ersten besten Mann, Der ihr in den Weg gelaufen; Der Jüngling ist übel dran. Es ist eine alte Geschichte, Doch bleibt sie immer neu; Und wem sie just passieret, Dem bricht das Herz entzwei. Ein exemplarischer Fall von ironischem Sarkasmus, in den Heines Lyrik aus tiefer existenzieller Verbitterung ihres Autors immer wieder v...

Mittwoch, 23. Mai 2018, 11:29

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Hör' ich das Liedchen klingen“, op.48, Nr.10

Hör' ich das Liedchen klingen, Das einst die Liebste sang, So will mir die Brust zerspringen Vor wildem Schmerzendrang. Es treibt mich ein dunkles Sehnen Hinauf zur Waldeshöh', Dort löst sich auf in Tränen Mein übergroßes Weh'. Diese Verse Heines beziehen ihre poetische Aussage aus der Bipolarität zwischen sprachlich-epischem und lyrisch-evokativem Gestus. Sie erzählen eine kleine, sich aus dem Erklingen eines Liedchens ergebende Geschichte, bauen dabei aber ein hohes evokatives lyrisch-sprachli...

Sonntag, 20. Mai 2018, 19:41

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Karlrobert Kreiten - Jung stirbt, wen die Götter lieben!

Zit. Rheingold: "Meine Schwierigkeiten habe ich allerdings mit der Überschrift dieses Threads, ..." Mich hat dieser Thread-Titel auch gestört. Diese zum Sprichwort gewordene Weisheit des Titus Maccius Plautus „Quem die diligunt, adulescens moritur“ will zum grausamen Schicksal dieses jungen Pianisten nicht nur nicht passen, sie wirkt wie eine höhnische Perversion desselben. Vielleicht hätte man sie, wenn man den Buchtitel schon verwenden möchte, von Anfang an als Zitat ausweisen und anschließend...

Sonntag, 20. Mai 2018, 11:22

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Das ist ein Flöten und Geigen“, op.48, Nr.9

Das ist ein Flöten und Geigen, Trompeten schmettern darein (Heine: drein); Da tanzt wohl (Heine: ohne „wohl“) den Hochzeitsreigen Die Herzallerliebste mein. Das ist ein Klingen und Dröhnen, Ein Pauken und ein Schalmei'n; (Heine: Von Pauken und Schalmei´n) Dazwischen schluchzen und stöhnen Die lieblichen (Heine: guten) Engelein. Bitterer Sarkasmus bleibt dem lyrischen Ich nur, - bei diesem Erlebnis des „Hochzeitreigens“ seiner „Liebsten“, das sich auf rein akustische Erfahrungen beschränkt, da es...

Mittwoch, 16. Mai 2018, 11:36

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Und wüßten's die Blumen, die kleinen“, op.48, Nr.8

Und wüßten's die Blumen, die kleinen, Wie tief verwundet mein Herz, Sie würden mit mir weinen, Zu heilen meinen Schmerz. Und wüßten's die Nachtigallen, Wie ich so traurig und krank, Sie ließen fröhlich erschallen Erquickenden Gesang. Und wüßten sie mein Wehe, Die goldnen Sternelein, Sie kämen aus ihrer Höhe, Und sprächen Trost mir ein. Sie (Heine: Die) alle können's nicht wissen, Nur Eine kennt meinen Schmerz; Sie hat ja selbst zerrissen, Zerrissen mir das Herz. Es ist das aus dem verwundeten He...

Sonntag, 13. Mai 2018, 11:38

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Ich grolle nicht“, op.48, Nr.7

Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht, Ewig verlor'nes Lieb, ich grolle nicht. Wie du auch strahlst in Diamantenpracht, Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht. Das weiß ich längst. Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht, Ich sah dich ja im Traume (Heine: Traum), Und sah die Nacht in deines Herzens Raume (Heine: Raum), Und sah die Schlang', die dir am Herzen frißt, - Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist. Ich grolle nicht. Schumann hat durch Textwiederholungen und ei...

Samstag, 12. Mai 2018, 18:22

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Das ist zwar ganz bestimmt nicht das Marienbild, in dem Heine, als er ihm im Dom zu Köln als Betrachter gegenüberstand, mit einem Mal das Antlitz seiner Geliebten aufscheinen sah. Aber es ist verständlich, dass es Dir, wie Du sagst, lieber hart, „vor Deinem geistige Auge erscheint“, wenn Du Schumanns Lied hörst. Diese Maria ist noch lieblicher als die auf dem Altarbild im Kölner Dom, und es schweben auch viel mehr Englein um sie herum. Und was mich stutzig macht: Hier sind auch die um sie schweb...

Donnerstag, 10. Mai 2018, 11:52

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Zu Deiner Frage, lieber hart: Heines Gedicht nimmt Bezug auf ein Bild Stefan Lochners. Er malte es 1445 für die Ratskapelle St. Maria in Jerusalem in Köln. Im Jahre 1810 kam das Bild dann in den Kölner Dom, und Heine fühlte sich, als er davorstand, zu diesen Versen inspiriert. Es ist allerdings auf Holz gemalt. Wie Heine auf "Leder" kommt, ist mir auch nicht so recht erklärlich. Aus dem - zwangsläufig - großen Abstand, in dem er es sah, könnte der rauhe Untergrund aber durchaus den Gedanken "auf...