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Gestern, 11:33

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Abends am Strand“, op.45, Nr.3

Wir saßen am Fischerhause, Und schauten nach der See; Die Abendnebel kamen, Und stiegen in die Höh'. Im Leuchtturm wurden die Lichter Allmählich angesteckt, Und in der weiten Ferne Ward noch ein Schiff entdeckt. Wir sprachen von Sturm und Schiffbruch, Vom Seemann, und wie er lebt, Und zwischen Himmel und Wasser, Und Angst und Freude schwebt. Wir sprachen von fernen Küsten, Vom Süden und vom Nord, Und von den seltsamen Menschen Und seltsamen Sitten dort. Am Ganges duftet's und leuchtet's, Und Rie...

Mittwoch, 18. April 2018, 10:51

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Zit.: "Heine dichtete sie auf einem Balle mit Bezug auf seine Schuhe, die ihn fürchterlich drückten.« Ja, lieber hart, diese „Interpretation“ des Heine-Vierzeilers ist mir bekannt. Zwar nicht aus der von Dir erwähnten Zitate-Sammlung, von deren Existenz ich bislang gar nichts wusste, aber – von Dietrich Fischer-Dieskau. Der hat sie nämlich – zu meiner großen Verwunderung! - übernommen. In seinem Schumann-Buch findet sich zu diesem Lied die Anmerkung: „Alle uns bekannten Vertoner dieses Vierzeile...

Dienstag, 17. April 2018, 11:27

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Du bist wie eine Blume“, op.25, Nr.24

Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau’ dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände Aufs Haupt dir legen sollt’, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold. Diese Verse von Heine haben nicht ohne Grund viele Komponisten, zweihundert dürften es sein, zu einer Vertonung geradezu herausgefordert. Nicht nur ihre lyrisch-sprachliche Klanglichkeit dürfte dafür verantwortlich sein, auch ihre metaphorische Zartheit wirkt geradezu ...

Samstag, 14. April 2018, 11:27

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Was will die einsame Träne?“, op.25, Nr.21

Was will die einsame Träne? Sie trübt mir ja den Blick. Sie blieb aus alten Zeiten In meinem Auge zurück. Sie hatte viel leuchtende Schwestern, Die alle zerflossen sind, Mit meinen Qualen und Freuden Zerflossen in Nacht und Wind. Wie Nebel sind auch zerflossen Die blauen Sternelein, Die mir jene Freuden und Qualen Gelächelt ins Herz hinein. Ach, meine Liebe selber Zerfloß wie eitel Hauch! Du alte, einsame Träne, Zerfließe jetzunder auch! Diese Verse kreisen um das sozusagen klassische Thema „ver...

Mittwoch, 11. April 2018, 18:55

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Kurt Moll - Zum Glück kein Cellist geworden...

Zit.: "Auch hart hat heute im Thread "Der Musiker Gräber" in einem sehr schönen Beitrag an ihn erinnert: Der Musiker Gräber" Ich finde gut, weil es Ausdruck eines kollegial-freundschaftlichen Verkehrs miteinander hier in diesem Forum ist, dass Willi an dieser Stelle auf den Beitrag von hart verweist, der in der Tat ja ein "schöner", weil Kurt Moll in substanziell relevanter Weise würdigender ist.

Mittwoch, 11. April 2018, 11:26

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Die Lotosblume“, op.25, Nr.7

Dieses und die beiden folgenden Lieder gehören zum insgesamt 26 Titel umfassenden Opus 25, dem Schumann in Anspielung auf die im Volksbrauch als Brautschmuck dienende Gemeine Myrte den Titel „Myrthen“ gab und „seiner geliebten Braut“ widmete und schenkte. Mit der Komposition begann er im Januar 1840, wurde aber erst Anfang April fertig. Eröffnet wird das Lied-Opus in vielsagender Weise mit der Komposition auf Rückerts Gedicht „Du meine Seele, du mein Herz“, die Schumann mit „Widmung“ überschrieb...

Montag, 9. April 2018, 11:26

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Anmerkungen zu Schumanns „Liederkreis op. 24“

Gegenstand dieses Threads sind zwar die Heine-Vertonungen Schumanns, sein eigentliches Thema ist aber die Begegnung des Liedkomponisten Schumann mit dem Lyriker Heine. Nun wurde das erste musikalische Dokument davon vorgestellt und besprochen, und es reklamiert eine Zuwendung in Gestalt eines Nachdenkens über die Fragen, die mit dem Thema aufgeworfen sind. Mit dem Lied „Mit Myrthen und Rosen“ endet das Opus 24, in dem sich Schumann erstmals ausschließlich mit Heines Lyrik auseinandergesetzt hat,...

Freitag, 6. April 2018, 11:22

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold“, op.24, Nr.9

Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold, Mit duft'gen Zypressen und Flittergold, Möcht' ich zieren dies Buch wie 'nen Totenschrein, Und sargen meine Lieder hinein. O könnt' ich die Liebe sargen hinzu! Auf dem Grabe der Liebe wächst Blümlein der Ruh', Da blüht es hervor, da pflückt man es ab, - Doch mir blüht's nur, wenn ich selber im Grab. Hier sind nun die Lieder, die einst so wild, Wie ein Lavastrom, der dem Ätna entquillt, Hervorgestürzt aus dem tiefsten Gemüt, Und rings viel blitzende Funken...

Montag, 2. April 2018, 11:28

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Anfangs wollt´ ich fast verzagen“, op.24, Nr.8

Anfangs wollt' ich fast verzagen, Und ich glaubt', ich trüg' es nie; Und ich hab' es doch getragen - Aber fragt mich nur nicht, wie? Die ungewöhnliche Kürze dieses Gedichts erklärt sich aus der ursprünglichen Intention seiner Entstehung. Heine hat die Verse einem im Krieg verwundeten Freund ins Stammbuch geschrieben. Erst durch die Aufnahme in den Kontext des neunteiligen Zyklus „Lieder“ bekamen sie den Aussage-Gehalt, den Schumann zum Gegenstand seiner Liedkomposition machte. Es ist ein Bekennt...

Sonntag, 1. April 2018, 17:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Tosca bei den Osterfestspielen in Salzburg - billiger als jeder Krimi und Groschenroman

In redlichem Bemühen habe ich so lange durchgehalten, bis es nicht mehr ging. Dieses Mal bin ich aber nicht, wie ich das früher bei ähnlichen Regisseur-Hirn-Ausgeburten tat, wutschnaubend rausgelaufen, - war ja auch nicht nötig, der Ausschaltknopf machte mir´s leicht. Ich muss mich auch gar nicht mehr ärgern, sondern kann, wie ich beruhigt feststellte, jetzt in solchen Fällen - wahrscheinlich so etwas wie Altersweisheit - nur leise lachen. Das tat ich auch, ging zum Schrank, griff dort nach mein...

Freitag, 30. März 2018, 11:32

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Berg' und Burgen schaun herunter“, op.24, Nr.7

Berg' und Burgen schaun herunter In den spiegelhellen Rhein, Und mein Schiffchen segelt munter, Rings umglänzt von Sonnenschein. Ruhig seh' ich zu dem Spiele Goldner Wellen, kraus bewegt; Still erwachen die Gefühle, Die ich tief im Busen hegt'. Freundlich grüßend und verheißend Lockt hinab des Stromes Pracht; Doch ich kenn' ihn, oben gleißend, Bringt (Heine: „Birgt“) sein Innres Tod und Nacht. Oben Lust, im Busen Tücken, Strom, du bist der Liebsten Bild! Die kann auch so freundlich nicken, Läche...

Dienstag, 27. März 2018, 19:38

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Schumann, Robert: Gesänge der Frühe, op. 133

Ich liebe sie, diese „Gesänge der Frühe“, seitdem ich ihnen in der kongenialen, weil dieser Musik in ihrer strukturellen Anlage und in ihrem künstlerisch-kompositorischen Geist auf vollkommene Weise gerecht werdenden Interpretation durch Maurizio Pollini erstmals als bewusster Hörer begegnete. Zit: „Dass sich Anzeichen der geistigen Erkrankung in diesem Werk abzeichnen, diese Meinung teile ich nicht.“ Ich auch nicht, lieber moderato. Und es gibt gute Gründe für dieses Verständnis der „Gesänge de...

Dienstag, 27. März 2018, 11:23

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Warte, warte, wilder Schiffsmann“, op.24, Nr.6

Warte, warte, wilder Schiffsmann, Gleich folg' ich zum Hafen dir; Von zwei Jungfraun nehm' ich Abschied, Von Europa und von Ihr. Blutquell, rinn' aus meinen Augen, Blutquell, brich aus meinem Leib, Daß ich mit dem heißen Blute Meine Schmerzen niederschreib'. Ei, mein Lieb, warum just heute Schaudert dich, (Heine: schauderst du) mein Blut zu sehn? Sahst mich bleich und herzeblutend Lange Jahre vor dir stehn! Kennst du noch das alte Liedchen Von der Schlang' im Paradies, Die durch schlimme Apfelga...

Samstag, 24. März 2018, 11:24

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Schöne Wiege meiner Leiden“, op.24, Nr.5

Schöne Wiege meiner Leiden, Schönes Grabmal meiner Ruh', Schöne Stadt, wir müssen scheiden, - Lebe wohl! ruf' ich dir zu. Lebe wohl, du heil'ge Schwelle, Wo da wandelt Liebchen traut; Lebe wohl! du heil'ge Stelle, Wo ich sie zuerst geschaut. Hätt' ich dich doch nie gesehen, Schöne Herzenskönigin! Nimmer wär' es dann geschehen, Daß ich jetzt so elend bin. Nie wollt' ich dein Herze rühren, Liebe hab' ich nie erfleht; Nur ein stilles Leben führen Wollt' ich, wo dein Odem weht. Doch du drängst mich ...

Mittwoch, 21. März 2018, 11:36

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Lieb Liebchen, leg´s Händchen“, op.24, Nr.4

Lieb Liebchen, leg´s Händchen aufs Herze mein; - Ach, hörst du, wie's pochet im Kämmerlein? Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg, Der zimmert mir einen Totensarg. Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht; Es hat mich schon längst um den Schlaf gebracht. Ach! sputet Euch, Meister Zimmermann, Damit ich balde schlafen kann. Ein starkes Bild steht im Zentrum dieses Gedichts: Der Zimmermann, der dem lyrischen Ich einen „Totensarg“ zimmert. Und die zweite Strophe greift es auf, indem am Ende d...

Sonntag, 18. März 2018, 11:28

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Ich wandelte unter den Bäumen“, op.24, Nr.3

Ich wandelte unter den Bäumen Mit meinem Gram allein; Da kam das alte Träumen Und schlich mir ins Herz hinein. Wer hat euch dies Wörtlein gelehret, Ihr Vöglein in luftiger Höh'? Schweigt still! wenn mein Herz es höret, Dann tut es noch einmal so weh. "Es kam ein Jungfräulein gegangen, Die sang es immerfort, Da haben wir Vöglein gefangen Das hübsche, goldne Wort." Das sollt ihr mir nicht (Heine: „mehr“) erzählen, Ihr Vöglein wunderschlau; Ihr wollt meinem Kummer mir stehlen, Ich aber niemandem tr...

Donnerstag, 15. März 2018, 11:28

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Es treibt mich hin, es treibt mich her“, op.24, Nr.2

Es treibt mich hin, es treibt mich her! Noch wenige Stunden, dann soll ich sie schauen, Sie selber, die schönste der schönen Jungfrauen; - Du armes (Heine: „treues“) Herz, was pochst du so schwer! Die Stunden sind aber ein faules Volk! Schleppen sich behaglich träge, Schleichen gähnend ihre Wege; - Tummle dich, du faules Volk! Tobende Eile mich treibend erfaßt! Aber wohl niemals liebten die Horen; - Heimlich im grausamen Bunde verschworen, Spotten sie tückisch der Liebenden Hast. Die hochgradige...

Mittwoch, 14. März 2018, 18:38

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Ian Bostridge

Hallo, lieber zweiterbass! Ich druckse herum und scheue mich, da mir Äußerungen über gesangliche Interpretation von Liedmusik hier neuerdings nicht mehr so ganz geheuer sind, von meinen Erfahrungen zu berichten, die ich mit dem Anhören der Aufnahme von Schumanns "Dichterliebe" mit Ian Bostridge gemacht habe. Aber da ich Dir dieses Anhören ja versprochen habe, solltest Du wenigstens dieses wissen: Ich war überrascht und stark beeindruckt. Zwar kann Bostridge auch hier nicht von seiner - wie ich f...

Montag, 12. März 2018, 17:34

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Auf Aufnahmen von den einzelnen Liedern kann ich mich hier nicht einlassen. Das ist ein anderer Ansatz der Liedbetrachtung, der, wenn ich ihn hier dazu nähme, diesen Thread total überfrachten würde. Selbstverständlich kannst Du, lieber WoKa, wie auch jeder und jede andere an diesem Thread Interessierte, diesen Aspekt hier von Fall zu Fall einbringen. Aber schöner wäre, wenn es zu Äußerungen über den klanglichen Charakter der Lieder selbst käme. Das würde ich mir sehr wünschen. Denn meine Liedbet...

Montag, 12. März 2018, 11:35

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Morgens steh' ich auf und frage“, op.24, Nr.1

Mit dem neunteiligen Zyklus "Liederkreis op. 24" auf Gedichte von Heinrich Heine betritt Schumann als Liedkomponist auf publizistisch Aufmerksamkeit erregende Weise die Öffentlichkeit. Er entstand im Februar 1840, und Schumann merkt in dem Begleitschreiben an Breitkopf & Härtel an, er habe daran „lange und mit Lust gearbeitet“. An Clara schreibt er: „Den vorigen Tag habe ich einen großen Zyclus (…) Heine´scher Lieder ganz fertig gemacht, (…) Wie ich sie komponierte, war ich ganz in Dir. Ohne sol...