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Mittwoch, 10. Januar 2018, 15:04

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Nun, ja. Die Oper empfiehlt, sich gegen schreiendes Unrecht, das zu schlimmer Armut führt, nicht zur Wehr zu setzen, sondern aich darauf zu verlassen, dass Gott einen schon kleiden und nährend wird, wenn es nötig ist (was er nachweislich nicht tut und noch nie getan hat). Du wrst schwer bestreiten können, dass hiermit die Frage, wer eigentlich für die Armut verantwortlich ist (die, die daran verdienen), und was man dagegen tun kann, unterdrückt wird. Sonst würde die Frage ja gestellt, oder die A...

Mittwoch, 10. Januar 2018, 13:44

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

So kann man das nicht sagen. »Die Vorstellung, daß Kunst die Aufgabe hat die Lösung für gesellschaftliche Probleme zu präsentieren« wird keineswegs seit Jahren von irgendwem vertreten, jedenfalls nicht von einer signifikanten Zahl von Leuten, die sich überhaupt für das Thema interessieren. Vielmehr wird in entsprechenden Diskussionen immer wieder unterstellt, dass es so sei. Ein Nachweis dafür wird nie geliefert (weil er sich nicht liefern lässt), was aber nichts daran ändert, dass jene, die die...

Mittwoch, 10. Januar 2018, 12:04

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »kurzstueckmeister« Diese Vorstellung, dass Kunst immer die Lösung für gesellschaftliche Probleme präsentieren soll resp. den "wahren Weg" propagieren, befremdet mich immer wieder. Was mich noch viel stärker befremdet, ist diese Vorstellung, dass es ein sinnvoller Beitrag in einer Debatte sein kann, irgendeine Position zu widerlegen, die niemand vertreten hat, und dann so zu tun, als sei eine tatsächlich vertretene Position widerlegt, gegen die man unglücklicherweise kein sinnvolles A...

Mittwoch, 10. Januar 2018, 06:10

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »thdeck« Und dass einfache Leute in der Not auf "Gottes Hilfe" hoffen, hat nun auch nichts mit Kapitalismus und/oder Ausbeutung zu tun. Es geht im Stück tatsächlich nur in zweiter Linie um Kinderarbeit. In erster Linie geht es um drückende Armut. Die hat es auch vor dem Kapitalismus gegeben, aber es gibt sie auch im Kapitalismus, der sie fortwährend fördert, allerdings nicht so schnell kann, wie er gern wollen würde. Und wenn das Stück in der Zeit der anwachsenden Arbeiterbewegung, di...

Dienstag, 9. Januar 2018, 18:19

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »Thomas Pape« Du hast nichts gezeigt, sondern bestenfalls retrospektiv bewertet. Das ist schlicht und einfach unwahr, und Du weißt, dass es unwahr ist. Dass Du unbedingt möchtest, dass die unhaltbaren Zustände, unter denen der größte Teil der Menschheit vegetiert, unverändert bleiben, weil Deine Bequemlichkeit Dir wichtiger ist, ist das eine. Aber was versprichst Du Dir davon, Deine Haltung mit offensichtlichen Unwahrheiten zu vertreten? Ich hatte mich auf Holger Kaletha berufen und s...

Dienstag, 9. Januar 2018, 13:09

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »Thomas Pape« Wenn Du es als statthaft betrachtest, Oper aus heutiger Perspektive zu bewerten und sachliche Beschreibung als Zynismus abstempelst, dann sollten wir hier besser weder über Oper, noch über bildende Kunst noch über Literatur reden. Zum einen bewerte ich Oper selbstverständlich aus heutiger Persprektive. Ich lebe ja heute. Und das Stück soll ja heute gespielt werden. Zum anderen habe ich gezeigt, dass die Haltung der Autoren schon seinerzeit hochgradig zynisch war. Eine an...

Dienstag, 9. Januar 2018, 05:20

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »Thomas Pape« Zitat von »imhotep« Zitat von »Thomas Pape« Da ist wohl eher der falsche Stoff gewählt. Es muss nicht jeder Bühnenstoff das Leid der Welt zum Gegenstand haben Unglücklicherweise hat dieser Stoff aber eben das zum Thema. Hat er das tatsächlich? Dass es um Armut geht, ist ja wohl unübersehbar und unbestreitbar. Und dass drückende Armut viel mit großem Leid zu tun hat, kann ja wohl nur bestreiten, wer meint, wer kein Brot hat, hat auf jeden Fall noch Kuchen. Zitat von »Thom...

Montag, 8. Januar 2018, 18:31

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »Thomas Pape« Da ist wohl eher der falsche Stoff gewählt. Es muss nicht jeder Bühnenstoff das Leid der Welt zum Gegenstand haben Unglücklicherweise hat dieser Stoff aber eben das zum Thema. Natürlich nicht das Leid der Welt, sondern das eines bestimmten Teils der Welt, aus dem die Adressaten allerdings nicht stammen. Und ein wesentlicher Sinn der Sache ist ohne Zweifel, den lieben Kleinen, die nicht wissen, was Hunger ist, zu beruhigen, falls sie auf den Gedanken kommen sollten, dass ...

Montag, 8. Januar 2018, 18:09

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Das klingt nun so, als hätte es vor dem Erdbeben von Lissabon keine Natur- oder anderen Katastrophen gegeben, die die Frage ausgelöst hätten, wie Gott das zulassen konnte. Es ist allerdings ganz offensichtlich so, dass die Katastrophe von Lissabon die starke Wirkung entfaltete, die sie hatte, weil die Aufklärung den Boden bereitet hatte, die Frage mit ganz neuer Schärfe und in ganz neuer Perspektive zu stellen.

Montag, 8. Januar 2018, 18:06

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Zitat von »Thomas Pape« Der Librettist von "Hänsel und Gretel" hat die Vernichtung der europäischen Juden (dieser Begriff Hillbergs ist mir lieber als "Holocaust") nicht gekannt. Sicherlich wird er um Gräuel der vergangenen Jahrhunderte gewusst haben. Aber so ist er, der Mensch, er neigt zum Verdrängen, er möchte eine Idee von Schönheit, vielleicht von Größe, ganz sicher aber Trost im Leid haben. Abgesehen davon, dass ich Aussagen, die ein unveränderliches Wesen des Menschen postulieren und von...

Montag, 8. Januar 2018, 16:49

Forenbeitrag von: »imhotep«

Bach als Opernkomponist?

Ich denke, das ist ein Missverständnis, das durch einen ahistorischen Blick auf die Frage entsteht. Es gibt in der Oper des 18. Jahrhunderts nichts, was diesem Chor ähneln würde. Das findet man deutlich später unter deutlich veränderten stilistischen Bedingungen (bei Mozart z.B.) und dann im 19. Jahrhundert. Hätte Bach Opern komponiert, hätte er es aber in dem Stil seiner Zeit tun müsse, nicht in einem vollkommen anderen. Ob er das gekonnt hätte, ich schwer zu beantworten. Aus diesem Chor und an...

Montag, 8. Januar 2018, 06:36

Forenbeitrag von: »imhotep«

Wenn Carmen Don Jose erschießt

Zitat von »Mme. Cortese« Damit bleibt für mich immer noch die Frage, ob diese Änderungen musikalischer oder inhaltlicher Art waren Die Frage verstehe ich nicht. Gibt es einen Inhalt und eine von diesem unabhängige Musik? Ich dachte immer, dass jede halbwegs merkliche musikalische Veränderung zwangsläufig auch eine inhaltliche Änderung sein muss. Zitat von »Mme. Cortese« Und wenn Bizets vorzeitiger Tod eine endgültige Fassung verhindert hat, müssen wir dann das Werk so nehmen, wie es ist, oder s...

Sonntag, 7. Januar 2018, 21:23

Forenbeitrag von: »imhotep«

Wenn Carmen Don Jose erschießt

Zitat von »Mme. Cortese« was das Original von Bizet ist, soweit es die Musik betrifft, das möchten sicherlich eine ganze Menge Leute wissen, und der Streit darum ist wohl immer noch nicht ganz ausgestanden. Wenn mit diesem »Original von Bizet, soweit es die Musik betrifft« eine endgültige, vom Komponisten autorisierte Fassung gemeint ist, ist der Streit darum insofern seit langem ausgestanden, als klar ist, dass es eine solche Fassung nicht gibt und nie gegeben hat. Es gibt eine schöne kritisch...

Sonntag, 7. Januar 2018, 21:13

Forenbeitrag von: »imhotep«

„Hänsel und Gretel“ in Münster am 28.12.2017

Was Herr Joho nicht verstanden hat: Es geht hier um den Auftritt der Engel, der in der Oper vorkommt, aber nicht in der Vorlage. Man sieht, dass die Behauptung des Herrn Joho über das, was Holger Kaletha verstanden oder nicht verstanden hat, aus der Luft gegriffen ist und das Offensichtliche ignoriert.

Samstag, 6. Januar 2018, 22:31

Forenbeitrag von: »imhotep«

Muß man gläubig sein, um geistliche Musik wahrhaft interpretieren zu können?

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Das interpretiere ich anders. Das kann man tun. Aber hier ging es um den Marxismus, nicht um eine mögliche Marx-Interpretation. Und außerdem ging es um die Frage, ob der Marxismus den Glauben haben kann, dass es mit dem Menschen gut gemeint ist. Dass er diesen Glauben nicht hat, ist vollkommen klar und geht aus dieser These (und vielen, vielen weiteren entsprechenden Äußerungen) unmissverständlich hervor. Damit ist die Frage beantwortet. (Die Frage, wie der Marxis...

Samstag, 6. Januar 2018, 07:24

Forenbeitrag von: »imhotep«

Goethe und Beethoven

Zitat von »philmus« Dann ist es wohl Geschmackssache. Geschmackssachen sind freilich Sachen, über die man nicht diskutieren kann. Allerdings geht es hier um anderes. Wenn mir jemand erklärt, dass ihm der »Rheingold«-Schluss nicht gefällt, werde ich nicht lange diskutieren, es sei denn, er bittet mich um Auskunft, warum ich da anderer Meinung bin. Wenn aber jemadn erklärt, dass der »Rheingold«-Schluss falsch komponiert sei, weil er nicht so klingt, wie es ihm gefallen würde, sieht die Sache ande...

Samstag, 6. Januar 2018, 06:55

Forenbeitrag von: »imhotep«

Muß man gläubig sein, um geistliche Musik wahrhaft interpretieren zu können?

Ein Glaube im religiösen Sinne ist ein Glaube im religiösen Sinne. Den gibt es im Marxismus logischerweise nicht. Man kann an einen Gott glauben oder an viele, an Geister oder Dämonen, all das ist ein Glaube in dem Sinne, wie er im Marxismus nicht vorkommt. Übrigens im streng verstandenen Buddhismus auch nicht. Denn es gibt keinen Gott und nichts Ähnliches, woran man glauben kann. Dass es trotzdem eine Vielzahl von Göttern und Geister in der volkstümlichen Religion git, ändert daran nichts, brin...

Freitag, 5. Januar 2018, 18:50

Forenbeitrag von: »imhotep«

Goethe und Beethoven

Zitat von »philmus« ich dachte immer, es wäre eine Walhalla-Einzugsmusik. "Untergangsmusik" würde ich den Kommentar der Rheintöchter nennen. Abgesehen davon, dass man sich unter »Untergangsmusik« doch wohl etwas anderes vorstellen würde als diese überaus zarte Passage, ist natürlich richtig, dass die Rheintöchter eben das aussprechen, was auch Loge sagt: »Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen.« Und eben darauf reagiert die pompöse Einzugsmusik in ihrer harmonischen und m...

Freitag, 5. Januar 2018, 18:24

Forenbeitrag von: »imhotep«

Goethe und Beethoven

Zitat von »philmus« "Pomp", meintwegen "hohl", mag ja sein. aber Matsch? Zuviel tiefe Mitten sind vielleicht dröge, aber nicht "hohl". Mir ist leider nicht klar, was das Wort »Matsch« in Bezug auf die Instrumentation bedeutet. Sollte es sich um einen Fachbegriff handeln, kenne ich ihn nicht, wenn es sich um einen subjektiv erfundenen Ausdruck handeltn, bedarf er der Erklärung. Ich weise aber schon mal darauf hin, dass es einer besonderen Erklärung bedarf, wie etwas gleichzeitig »Matsch« (also a...

Freitag, 5. Januar 2018, 13:28

Forenbeitrag von: »imhotep«

welchen Film schaut ihr gerade / in Kürze / mit momentaner Unterbrechung ?

Hmm. Naja. Eigentlich hätte da die DVD abgebildet sein sollen. Das scheint nicht zu klappen. Also der Film heißt »Ironie des Schicksals« und ist unter diesem Titel bei Amazon zu finden. Man muss nur darauf achten, dass man eine Version mit Untertiteln kauft... Anmerkung der Moderation: Bidl wurde nicht angezeigt, weil zwischen dem ersten TAG und der ASIN NR ein Space war. Wurde von uns Behoben MOD 001 Alfred Dieser Beitrag ist somit obsolet und wird in wenigen Stunden gelöscht