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Gestern, 22:04

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Barber: Vanessa

„Vanessa“, oder: Echter Menotti ist besser... Pardon, ein Kalauer, der bei der Salzburger Aufführung umgegangen sein soll. Er enthält mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. „Vanessa“ hat zwei wirklich gute und einen ziemlich guten Moment. Wirklich gut: Ericas Winter-Arioso und die Arie des Doktors, ziemlich gut: das Quintett (am besten ohne den sonst sehr guten Gedda, dessen Stimme zu sehr dominiert). Alle drei Momente kann man in Menottis weit überlegenem „Konsul“ besser vorgebildet finden. Was „V...

Gestern, 21:19

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Literatur für die Ohren - Hörbücher

Ich muß gestehen, daß ich mich mit dem Kopfkino nur in Ausnahmefällen anfreunden kann. Und wenn, ist es meistens was aus dem Genre Krimi oder Horror. Lovecraft gelesen von Daniel Nathan ist ein wirklicher Nervenkitzel - und seltsamerweise stören mich die Manierismen des Autors weniger, wenn ich sie hör als wenn ich sie lese. Mein persönlicher Hörbuch-Höhepunkt ist bisher „Diskrete Zeugen“ von Dorothy Sayers, (leider gekürzt) gelesen - oder soll man sagen: als britische Gesellschaftskomödie insze...

Mittwoch, 16. August 2017, 12:05

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Carl Orff: Orpheus

Zitat von »Bertarido« In den Opernführer schaue ich so gut wie nie hinein (womit ich dieses Projekt nicht schlechtmachen will, nur meine persönliche Präferenz). Geht mir ebenso. Bloß ist, wenn ich recht unterrichtet bin, das doppelt moppeln ungerne gesehen. Ich ziehe ebenfalls die von Dir genannten Kategorien vor...

Mittwoch, 16. August 2017, 11:58

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

erste Kompositionen in der Zwölftonmusik? - Anton Bauer?

Von "erster Komposition in Zwölftontechnik" kann bei Anton Bauer keine Rede sein. Josef Matthias Hauer schrieb sein erstes Zwölftonstück "Nomos" 1919, Arnold Schönberg die "Fünf Klavierstücke" und die "Serenade" 1920-23. Bauer ist also zumindest dritter. 1925 war allerdings auch schon Herbert Eimerts Streichquartett herausgekommen. Schönberg hielt seine Entdeckung relativ lange geheim und erzählte davon zuerst nur im Schülerkreis. Erst, als er sie mit tauglichen Werken belegen konnte, sprach er ...

Sonntag, 13. August 2017, 11:04

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Carl Orff: Orpheus

Zitat von »musikwanderer« Warum wurde der Beitrag nicht im Tamino-Opernführer eingestellt? Andererseits habe ich meine eigenen Orffiaden auch hier eingestellt, da es mir ja um die Unterhaltung / Diskussion über das Werk geht. Der Opernführer beschränkt sich in der Regel auch auf Inhaltsangaben (die beim Orpheus ziemlich klar ist), ohne stilistische Stellungen zu analysieren. Ich habe keine Idee, wie man das lösen könnte.

Sonntag, 13. August 2017, 10:55

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Verdi Aida Salzburg

Es war eine konzertante Aufführung. Warum man das ganze in Kostüm und Maske gemacht hat, weiß ich nicht. Shirin Neshat ist ja vor allem Fotografin, die hat's nicht sosehr mit der Bewegung. Video muß sein, heutzutag', diesmal war's halt mit Flüchtlingen. So sichert man sich den Beifall für die politisch korrekte Botschaft, der für die künstlerische Leistung zwangsläufig ausbleiben müßte. Der oben erhobene Vorwurf, sie habe es auf die Unbeweglichkeit Netrebkos inszeniert und dann zu Netrebkos Ungu...

Sonntag, 6. August 2017, 12:09

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Carl Orff: Orpheus

Schöne Einführung in ein wichtiges Werk Carl Orffs. Zur stilistischen Stellung: Orff war auf der Suche, welche Ausdrucksmöglichkeit seine eigene wäre. Er kam aus Nachromantik und Expressionismus, Strauss und Schreker hatten seine Oper "Gisei" beeinflußt, der Schönberg der freien Atonalität die "Treibhauslieder", die sogar Geräuschmontagen und begrenzte Aleatorik enthalten. Irgendwie hatte Orff aber das Gefühl, nicht seine eigene Musik zu schreiben. Dann kam Curt Sachs - es folgte, was der Einfüh...

Sonntag, 6. August 2017, 11:53

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Der Stoff aus dem die Opern sind (18) - Opern nach Märchen

Nach der Aufzählung nun ein paar prinzipielle Überlegungen. Sind Märchen operntauglich? Eigentlich weniger? Eigentlich mehr? Märchen sind im Prinzip Erzählungen, die etwas Archetypisches durch eine Geschichte bebildern oder Vorgänge in der Seele oder in der Natur in eine Geschichte umformen, etwa die Mondphasen im "Mond" der Grimms, den Orff komponiert hat. Das Märchen kümmert sich dabei wenig um Logik oder um Realität, sondern entwickelt eine eigene Welt, in der alles geschehen kann. Ist das op...

Sonntag, 6. August 2017, 10:36

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Der Stoff aus dem die Opern sind (18) - Opern nach Märchen

Es gibt auch Opern, die NICHT nach Märchen entstanden sind? Nein, Spaß, Märchenopern sind ein Spezialgebiet von mir. Ich lasse jetzt einmal die (hinreißenden) Humperdinck-Opern beiseite, denn da käme man aus dem Aufzählen nicht mehr heraus. Nicht übersehen darf man die italienischen Märchensammlungen, die zu den Gozzi-Dramen führten und von dort zu Puccini und Busoni ("Turandot") und zu Wagner ("La donna serpente" -> "Die Feen"). Das Märchen vom König, der in einen Hirsch verwandelt wird, nützt ...

Dienstag, 20. Juni 2017, 10:45

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Sir Colin Davis — Meine Lieblingsaufnahmen

Der Berlioz ist der typische Fall des Kampfes um ein Werk. Das wird meistens entweder grotesk (weil mit zu viel Druck) oder grandios - dann nämlich, wenn es den Interpreten gelingt, ihre Überzeugung, ihre Mission glaubhaft zu machen. Diese frühen Berlioz-Einspielungen gehören für mich zu den tragenden Säulen der Aufnahmegeschichte. Spannend finde ich dabei, daß die "Fantastique" eine gute, aber keineswegs überragende Interpretation erfährt - das Werk mußte ja auch nicht mehr durchgesetzt werden....

Dienstag, 20. Juni 2017, 10:32

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Vom Revolutionär zum Konservativen

Zitat von »Edwin Baumgartner« Die Beispiele aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind klar (Strauss, Kodaly, Bartók, Hindemith, Schostakowitsch etc). Mir fällt auf, zu Schostakowitsch muss ich etwas erklären. Schostakowitsch wurde nicht durch Druck von außen konservativer, sondern aus freien Stücken; auf Druck von außen wurde er zwar nochmals oberflächlich einfacher, erfand aber die Chiffrierung der Musik, die ihm den Protest gegen den Druck ermöglichte. Schostakowitsch war eindeutig ein ...

Dienstag, 20. Juni 2017, 09:57

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Alberto Ginastera: Bomarzo

Nur leider laufen die Rechte nach einiger Zeit ab, und dieses Video ist leider nicht mehr verfügbar.

Montag, 19. Juni 2017, 23:11

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Vom Revolutionär zum Konservativen

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Die Beispiele lassen sich fast beliebig vermehren. Einer der extremsten Fälle neben Penderecki ist meiner Meinung nach der Australier Richard Meale, der aus dem Umfeld von Boulez kommt, einer der ersten seriellen Komponisten Australiens war, und dann in seiner Oper "Voss" ein Mittelding aus der Melodik von Puccini, Menotti und Britten mit einer mahler'schen Harmonik kombinierte. Die Beispiele aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind klar (Strauss,...

Montag, 19. Juni 2017, 16:20

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Sir Colin Davis — Meine Lieblingsaufnahmen

Davis hat für mich drei der besten Britten-Einspielungen vorgelegt, nämlich "Peter Grimes", "The Turn of the Screw" und "A Midsummer Night's Dream". "Peter Grimes" ist noch auf DVD erhältlich. Auf CD ist sie schon schwieriger aufzutreiben. Die Aufnahme ist glänzend gesungen, die Inszenierung ist abgespeckt konservativ mit einem überragenden Jon Vickers, der den Grimes zwischen Psychopath und bemitleidenswerter Kreatur anlegt. Für mich ist das die beste "Grimes"-Aufnahme überhaupt, man muß nur ak...

Sonntag, 21. Mai 2017, 23:04

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Kleines Statement vom Sir Simon

"Er habe das Londoner Orchester einen Tag nach der Brexit-Abstimmung besucht, manche Musiker hätten geweint." Wegen des Brexit oder wegen des Besuchs?

Dienstag, 2. Mai 2017, 00:08

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Hit des 20. Jahrhunderts - Carl Orffs "Carmina Burana"

Bei mir ist es so, daß jedesmal, wenn ich den Catull höre, denke, das sei der Höhepunkt der Trilogie; dann höre ich die "Afrodite" und denke: Nein, es ist doch die "Afrodite". Wenn ich die "Burana" höre, denke ich freilich: Der Höhepunkt ist entweder der "Catull" oder die "Afrodite"... Aber sowas wie "Ave formosissima" schreibt man auch nicht jeden Tag, nicht einmal als Carl Orff....

Donnerstag, 27. April 2017, 16:43

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

25. Todestag von Herbert von Karajan

Zitat von »Stimmenliebhaber« Wenn ich an tragische Künstlerschicksale denke, denke ich trotzdem weniger an Herbert von Karajan, sondern eher an Peter Ronnefeld! (Kennste nich? Lies dich ein!) Danke, nicht notwendig. Sein Schicksal ist so tragisch wie das eines jeden, der jung stirbt. Die "Ameise", ich weiß, ich weiß, hoch gepriesen, wird durch das Schicksal nicht besser. Ich könnte jetzt mit dem ermordeten Claude Vivier kommen oder mit dem doppeltbeinamputierten Julius Bittner oder dem wahnsini...

Donnerstag, 27. April 2017, 14:05

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

25. Todestag von Herbert von Karajan

Ad Karl Von Ausnahmen abgesehen - ich empfinde etwa Jansons durchaus noch als zu dieser Kategorie gehörig und auch Barenboim, wenngleich für mich da mehr die Gesamterscheinung zählt als die dirigentische Leistung. Was der Tod Karajans eingeleitet hat, war sicher das Ende der Ära von Dirigenten mit einer Gemeinde. Das gab es dann nur noch im Bereich der Alten Musik und bei Dirigenten, die mit voller Absicht auf eine Gemeindebildung hinarbeiten, derzeit etwa Currentzis. (Ich verstehe das nicht als...

Mittwoch, 26. April 2017, 23:59

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

25. Todestag von Herbert von Karajan

Vielleicht gehört's in diesen Thread, vielleicht auch nicht (Verschiebungen sind möglich...), aber es ist mir ein inneres Bedürfnis, zumal es in einem anderen Karajan-Thread wieder Auseinandersetzungen bis zur Schließung gegeben hat. Manch ein Thread in diesem Forum legt Zeugnis von meiner Karajan-Gegnerschaft ab. So quasi war er mein Gottseibeiuns. Ich übertreibe. Aber nicht sehr. Ich war wieder einmal bei einem Freund zu Besuch. In Sachen Karajan waren wir uns völlig einig. Auf einmal sagt er:...

Montag, 24. April 2017, 22:30

Forenbeitrag von: »Edwin Baumgartner«

Des Maestros Fehlgriff - Die ungeliebte Aufnahme vom geliebten Dirigenten

Seltsam - für mich ist diese Aufnahme immer wieder der Beweis, daß selbst Bernstein danebengreifen konnte. Ich kann es nicht analytisch sagen: Für mich ist diese Aufnahme zu verschwitzt. Schostakowitsch komponiert quasi ein unter Fragezeichen gestelltes Triumph-Pathos, und Bernstein entfernt die Fragezeichen und setzt an die Stelle drei Ausrufungszeichen. Ich finde allerdings die Erste Schostakowitsch unter ihm fast exemplarisch gelungen, weil er die parodistische Haltung deutlich macht.